Kassel-Initiative für Heeresmusikkorps

08. Juli 2010. Für den Fortbestand des Heeresmusikkorps 2 am Standort Kassel haben sich jetzt in einem gemeinsamen Brief Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen und sowie Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Jordan beim Bundesminister der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, stark gemacht. In dem Brief schrieben sie, mit großer Sorge verfolge man in Kassel die aktuellen Berichtserstattungen zu den derzeit vorgetragenen Sparplänen bei der Bundeswehr. Die zu erwartenden finanziellen und strukturellen Einschnitten ließen befürchten, dass im Zuge der geplanten Kürzungen auch der Fortbestand des Heeresmusikkorps 2 erneut zur Diskussion gestellt werde. Bereits frühzeitig und mit allem Nachdruck werde die Stadt Kassel in diese Richtung gehenden Überlegungen entgegentreten. „Wir wissen damit die gesamte Region Nordhessen und eine Vielzahl renommierter Organisationen hinter uns“, führten Hilgen und Jordan gemeinsam aus.

Die beiden Kasseler Kommunalpolitiker verwiesen darauf, dass Hessen im Allgemeinen und Nordhessen im Besonderen bereits in der Vergangenheit bei allen Sparbeschlüssen der Bundeswehr strukturell extrem nachteilig und überdurchschnittlich betroffen gewesen sei, etwa durch Kasernenschließungen und den Abzug von Soldaten.

Nachdem bereits 1998 das Orchester des Bundesgrenzschutzpräsidiums Mitte in Kassel aufgelöst worden sei, sei das Heeresmusikkorps 2 das einzige hessische Musikkorps, das mit seinem exzellenten musikalischen Können und durch seine gefeierten Auftritte vor begeistertem Publikum ein kultureller Glanzpunkt und ein Imageträger für Bundeswehr und Region gleichermaßen sei. Mit seinen zahlreichen Wohltätigkeitskonzerten trage es außerdem in unentbehrlicher Weise mit dazu bei, soziale Initiativen, Verbände und Vereine in Nordhessen maßgeblich zu unterstützen. „Beispielhaft nennen möchten wir an dieser Stelle das durch Bundeswehrangehörige ins Leben gerufene Kuratorium „Aktion für Behinderte Hessen“, welches bei seiner engagierten Arbeit zugunsten behinderter, kranker und benachteiligter Menschen seit vielen Jahren auf die fruchtbare und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Heeresmusikkorps baut“, erklärten Hilgen und Jordan.

Wer, wenn nicht die Kommunalpolitik, wisse, dass Sparzwänge zu harten Diskussionen und im Einzelfall zu schmerzlichen Einschnitten führten. Im konkreten Fall des Heeresmusikkorps 2 allerdings bedeuteten Auflösung oder auch nur Verlagerung eine nicht hinnehmbare Härte, gegen die man sich in aller Entschiedenheit und regionalen Einmütigkeit wenden werde, machten Oberbürgermeister und Stadtverordnetenvorsteher deutlich.

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