Am 08.07.2010 fand in der Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Aurich eine Informationsveranstaltung für die Landkreise Leer, Emsland und die Kommunen an der Ems statt, in der die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung einen Zwischenbericht über die Untersuchungen zur Wirkung einer Sohlschwelle am Sperrwerk in Gandersum vorgelegt hat. Die Landräte Bernhard Bramlage, Leer, und Hermann Bröring, Emsland, sehen in den dort vorgestellten Untersuchungen ein ermutigendes Signal dafür, das Schlickproblem in den Griff zu kriegen. Offensichtlich ist es möglich, die Geschwindigkeit des Flutstroms mit seinem Schlickeintrag deutlich zu reduzieren und damit gleichzeitig die Wirkungen des Ebbstroms auf den Schlickeintrag wieder zu verstärken. Das würde im Ergebnis zu einer Reduzierung des Schlickeintrags in beachtlichem Umfang führen. Bramlage und Bröring erhoffen sich damit auch eine Entspannung der Schlickproblematik in den Häfen. Allerdings müssen, dies hat die Besprechung auch ergeben, vor einer endgültigen Klärung noch die ökologischen Fragen beantwortet werden. Die Landräte aus Leer und Emsland halten es weiterhin für erforderlich, die laufenden Versuche des Niedersächsische Landesbehörde für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, durch eine flexible Steuerung des Emssperrwerks die gleichen Wirkungen zu erreichen, fortzuführen. Sollte sich dies bestätigen, könnte auch damit kurzfristig eine Reduzierung der Schlickbelastung erreicht werden.
Die Landräte Bramlage und Bröring wollen nun unmittelbar nach der Sommerpause mit der Leitung des Bundesverkehrsministeriums ein Gespräch mit dem Ziel führen, bei den laufenden Untersuchungen in 2011 zu umsetzbaren Ergebnissen zu kommen.
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