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Pressemitteilung vom
14. Juli 2010
Badevergnügen ohne Reue – Gesundheitsamt gibt Empfehlungen für Badeseen

Kreis Kassel. Bei der derzeitigen Hitze zieht es viele in die Freibäder, an den Buga-See in Kassel oder zum Naturerlebnisbad Niestetal. Da ist es gut zu wissen, dass die Qualität der Schwimm- und Badebecken und auch der Badeseen durch das Gesundheitsamt der Region Kassel überwacht wird. Praktisch bedeutet dies, dass Schwimmbäder, Buga-See und das Naturerlebnisbad in Niestetal regelmäßig auf das Vorkommen von Krankheitserregern untersucht werden. „Außerdem wird auf Klarheit, Geruch oder Farbe des Wassers geachtet, in den Schwimm- und Badebecken zusätzlichen noch auf die jeweiligen Chlorgehalte,“ erläutert die Leitering des Gesundheitsamtes Region Kassel Dr. Karin Müller.

 

Im Gegensatz zu einem Schwimmbad ist ein Badesee auch ein Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Dr. Müller: „Daher werden gemäß der europäischen Badegewässerrichtlinie die Badeseen auf so genannte hygienische Indikatorkeime untersucht“. Die Konzentration dieser an sich harmlosen Darmkeime im Wasser geben Aufschluss darüber, ob im Gewässer ein Eintrag von Fäkalien von Vögeln oder Säugetieren stattgefunden hat. „Unsere Ergebnisse vom 9. Juli 2010 sprechen weiterhin für eine gute Wasserqualität. Die Grenzwerte an den sieben Messstellen sind allesamt eingehalten“, informiert die Gesundheitsamtsleiterin.

 

Die Sichttiefe beträgt in den meist frequentierten Badebereichen 1,20 - 1,60 Meter. Diese ist insbesondere bei Badeunfällen lebenswichtig, so Dr. Müller weiter.

 

Leider komme es gerade in den Hochsommermonaten hin und wieder zur Minderung der Badewasserqualität, die dann wiederum zur Schließung eines Sees führen kann, wie in den letzten Jahren geschehen. Dr. Müller: „Besonders problematisch können dabei in überdüngten Gewässern Blaualgen werden“. Einige dieser Bakterien geben Stoffe ins Wasser ab, die bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen auslösen können. Aber auch hier wurde am Wochenende Entwarnung durch das Hessische Landesamt für Umwelt und Gewässerschutz für Buga-See und das Naturerlebnisbad in Niestetal gemeldet.

 

„Auch die Badegäste können durch umweltbewusstes Verhalten dazu beitragen, dass die Wasserqualität unserer Badeseen erhalten bleiben“, appelliert die Gesundheitsamtsleiterin an die Selbstverantwortung der Bürger. Als Richtschnur empfehlen Gesundheitsamt und Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie, Wasservögel oder Fische nicht zu füttern. Dr. Müller: „Dies führt zu Nährstoffeinträgen, die das Algenwachstum fördern und das Wasser trüben“.

Leider nicht immer eingehalten werde die Aufforderung, Abfälle wieder mit nach Hause zu nehmen oder sie in die vorhandenen Abfallkörbe zu geben. „Für Badegäste mit einem dringenden Bedürfnis gibt es ausreichend Toiletten - nutzen Sie dafür nicht die Badeseen“, so Dr. Müller weiter.

Eine weitere Empfehlung des Gesundheitsamtes: Sonnenschutzmittel schon zu Hause auftragen und nicht unmittelbar vor dem Baden, da auch dies die Selbstreinigung des Sees schwächt und die Wasserlebewesen schädigt.

 

Die hessischen Flüsse, wie die Fulda oder die Diemel, gehören nicht zu den überwachten Badegewässern. Hier gibt es teilweise starke Strömungen und das Baden im Fluss stellt daher ein erhöhtes Risiko für Mensch und Tier da.

 

Genauere Informationen zu den einzelnen Badestellen mit den aktuellen Untersuchungsergebnissen finden sich im Internet unter http:/Badeseen.hlug.de und www.gesundheitsamt-kassel.de.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
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