11. August 2010

Viersen laufen die Menschen weg

Landrat: NRW-Statistik gibt Anlass zur Sorge

Kreis Viersen

Obwohl 2009 mehr Menschen in den Kreis Viersen hinein- als weggezogen sind, ist die Bevölkerungszahl um 892 gesunken. „Das liegt daran, dass im vergangenen Jahr mehr Menschen gestorben als geboren worden sind“, berichtet Landrat Peter Ottmann. Die Zahlen bezieht Ottmann von der Landes-Statstikstelle IT.NRW. Demnach lebten zum 31.12.2009 noch 301.797 Menschen im Kreis Viersen.

„Die Zahlen belegen aber nicht, dass der Kreis Viersen nicht attraktiv ist und die Menschen wegziehen – im Gegenteil“, sagt Ottmann. Laut IT.NRW ergibt sich per Saldo bei Zugezogenen/Fortgezogenen ein Plus von 122. Bei Geburten/Todesfälle hingegen steht ein Minus von 1007.

Mit Sorge sieht der Landrat, dass die Zahl der Fortgezogenen in Nettetal (per Saldo ein Minus von 60), Kempen (85) und besonders Viersen (145) recht hoch ist. Entsprechend ist die Bevölkerungszahl in Viersen am stärksten gesunken, nämlich um 225 auf 75.475. Ottmann: „Hier muss man nach Gründen fragen dürfen, warum die Menschen der Kreisstadt den Rücken kehren.“

Ganz anders sieht’s in Willich aus: Dort ergibt sich bei 2272 Zuzügen und 2070 Wegzügen ein Plus von 202. In Willich wuchs die Einwohnerzahl um 106 auf 51.962. Die zweite Stadt, die ein Plus zu verzeichnen hatte, war Niederkrüchten: von 15.370 auf 15.390. Alle anderen sieben Kommunen hatten Einwohnerschwund, neben Viersen am stärksten Nettetal um 209 auf nunmehr 42.041.

Mit Spannung sieht Landrat Ottmann die Wanderungsmotivbefragung, die der Kreis Viersen in Kooperationen mit den Städten und Gemeinden durchgeführt hat. Zurzeit werden die Rückläufer ausgewertet, die Ergebnisse werden im Herbst vorliegen. Ottmann: „Aus dieser Befragung können wir Rückschlüsse ziehen und lernen, an welchen  Stellschrauben wir drehen müssen, dass nicht noch mehr Menschen wegziehen.“
www.it.nrw.de


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Hariksee

Trotz herrlicher Landschaften und hohem Erholungswert - hier der Hariksee zwischen Schwalmtal und Niederkrüchten - musste der Kreis Viersen 2009 ein Minus von 892 Bewohnern hinnehmen. Foto: Kreis Viersen / Abdruck honorarfrei.

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Kreis Viersen - Der Landrat
Axel Küppers
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