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Pressemitteilung vom
23. August 2010
Eco Pfad „Muschelkalk“ Lamerden kann realisiert werden

Liebenau. „Die Eco Pfade im Landkreis Kassel sind ein Erfolgsmodell, das kreisweit immer mehr an Bedeutung gewinnt“, stellt Landrat Uwe Schmidt beim Kartoffelfest im Liebenauer Stadtteil Lamerden fest. Dort soll im nächsten Jahr ein weiterer Eco Pfad zum Thema „Muschelkalk“ realisiert werden.

 

„Der in Lamerden geplante Eco Pfad wird etwas Besonderes: Hier geht es um Naturerleben und Geologie“, informiert Schmidt. Außerdem sei es gelungen, eine ländergrenzenüberschreitende Wegeplanung zu realisieren. Der Landkreis Kassel und der Kreis Höxter werden in enger Kooperation bei der Verwirklichung dieses Projektes zusammen arbeiten, so dass ein grenzübergreifender Eco Pfad entstehen kann. Höxters Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi nutzte die Gelegenheit, das erfolgreiche Projekt „Erlesene Natur – Naturerleben im Kulturland Kreis Höxter“, in das dieser Teilabschnitt des Eco Pfades integriert wird, kurz vorzustellen.

 

Geplant sind insgesamt sieben Informationstafeln (4 auf hessischer Seite und 3 auf NRW Seite) – der Eco Pfad wird am historischen Längsdielenhaus „Haus Reinig“ in Lamerden beginnen. Der Weg soll dann über rund acht Kilometer zur Burgruine „Auf den Schanzen“ und zum „Stenderberg“ führen. Weiter geht es auf westfälischer Seite durch das Schutzgebiet „Schwiemelkopf“ (FFH-Gebiet, Baustein unseres Europäischen Naturerbes) und dann zur „Ostheimer Hute“. Von dort geht es zum Ausgangspunkt zurück. Inhaltlich wird sich der Eco Pfad neben der Kulturgeschichte der Gegend um Lamerden mit dem Naturraum „Muschelkalk/Kalkmagerrasen“ im Diemeltal beschäftigen. Schmidt: „Die Besonderheiten dieser einzigartigen Landschaft, auf deren nährstoffarmen Böden sich eine außergewöhnliche Orchideen- und Schmetterlingsvielfalt entwickelt hat, wird auf den Infotafeln erläutert – der Weg führt direkt an Naturschutz- und FFH-Gebieten vorbei oder sogar durch sie hindurch“.

 

„Ich bin sicher, dass der Eco Pfad Lamerden ein wichtiger Bestandteil der Eco Pfade im Landkreis sein wird“, so der Landrat weiter.

 

Für die Gestaltung und Errichtung der Informationstafeln und der Wegweiser fallen für den hessischen Teilabschnitt Kosten in Höhe von rund 10.000 Euro an. Auf Empfehlung des Landkreises wird die Maßnahme zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum von der Europäischen Union mit 4.415 Euro und vom Land Hessen mit 883 Euro unterstützt. Die restlichen Kosten übernimmt die Stadt Liebenau.

 

Der Kreis Höxter finanziert seinen Teilabschnitt aus Mitteln des naturtouristischen und von der EU mitfinanzierten Projektes „Erlesene Natur-Naturerleben im Kulturland Kreis Höxter“ (siehe auch www.erlesene-natur.de). Das Schutzgebiet „Schwiemelkopf“ stellt darin eines von 18 Erlebnisgebieten dar. Von den rund 18.000 Euro, die für dieses zur Stadt Borgentreich gehörende Erlebnisgebiet eingeplant sind, werden nicht nur die notwendigen Landschaftsarbeiten wie zum Beispiel das Anlegen von Sichtachsen mit Blick auf das Diemeltal bezahlt, sondern auch eine bei den Wanderern im Kreis Höxter sehr beliebte Landschaftsliege aufgestellt. Dies sind speziell geformte große Holzbänke, die an besonders attraktiven Standorten aufgestellt werden.

 

Bisher konnten im Kreis Höxter bereits vier Erlebnisgebiete mit attraktiven Routen entwickelt werden: So wurde beispielsweise auf den Kalktriften bei Willebadessen ein Schmetterlingspfad angelegt („Mit dem Flügelschlag des Bläulings“). Der Desenberg bei Warburg fordert auf zum „Tanz auf dem Vulkan“ – eine Einladung an den Schwalbenschwanz, den wohl schönsten Tagfalter in der Region, aber auch an die Wanderer.

 

Die Erfolgsgeschichte der kulturgeschichtlichen Wanderwege verdeutlicht die Vielzahl der noch geplanten Eco Pfade im Landkreis Kassel: Weitere Eco Pfade sind in Bad Emstal, Baunatal, in den Stadtteilen Guntershausen, Hertingshausen und Kirchbauna, Grebenstein-Burguffeln, Habichtswald, Helsa, Hofgeismar, Hofgeismar-Hümme, Kaufungen, Naumburg, Oberweser-Gieselwerder, Schauenburg, Wahlsburg, Wolfhagen und Zierenberg-Burghasungen geplant. „Die bisherigen Eco Pfade in Bad Karlshafen, bei Calden, an der Diemel, am Dörnberg, von Knickhagen nach Wilhelmsthal, in Gottsbüren, in Grebenstein, Lohfelden und Mariendorf, bei Nieste, am Sensenstein, in Simmershausen und im Söhrewald werden gut angenommen“, so der Landrat weiter. Auch im benachbarten Schwalm-Eder-Kreis hat die Idee Eco Pfade bereits gezündet. Hier besteht bereits ein archäologischer Eco Pfad rund um Altenburg und Falkenstein bei Niedenstein und für den Kirchberg bei Niedenstein ist ein weiterer Eco Pfad in Vorbereitung.

 

Aktuelle Informationen über die Eco Pfade im Landkreis Kassel gibt es auch im Internet. Unter www.eco-pfade.de sind sämtliche Faltblätter der Eco Pfade im Kreis Kassel und die neuesten Entwicklungen zum Thema kulturgeschichtliche und archäologische Wanderstrecken zu finden. Außerdem liegen mittlerweile auch für drei Eco Pfade Hörführungen vor. Schmidt: „Wir sind mit dem Dörnberg, Helmarshausen und Gottsbüren gestartet und werden als nächstes die Eco Pfade Lohfelden, Nieste und Söhrewald vertonen“. Das Erstellen der Hörführungen, die entweder als MP3-Datei von der Internetseite herunter ladbar sind oder im Infozentrum des Naturparks Habichtswald auf dem Dörnberg und im Infozentrum Reinhardswald im Tierpark als CD für drei Euro zu erwerben sind, wird vom Land Hessen und der Sparkassenstiftung Kultur der Kasseler Sparkasse finanziell unterstützt.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Ute Jäger



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:


Eco Pfad Muschelkalk
Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Werner Scheele (Ortsvorsteher Lamerden), Bürgermeister Temme (Stadt Borgentreich), Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi (Landkreis Höxter), Landrat Uwe Schmidt (Landkreis Kassel), Karin Ulbricht (Arbeiskreis Heimatgeschichte Lamerden), Peter Nissen (Abteilungsleiter Dorf- und Regionalentwicklung), Brigitte Hofmeyer (Landtagsabgeordnete), Bürgermeister Peter Lange (Stadt Liebenau)


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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
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