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Magdeburg, 09. September 2010
Umfeldgestaltung des geplanten Tunnels: Preise für drei Landschaftsarchitekturbüros
Ausstellung mit Wettbewerbsbeiträgen wird heute eröffnet:

Die Preisträger des Wettbewerbes zur Umfeldgestaltung des geplanten Tunnels in der Ernst-Reuter-Allee stehen fest. Das Preisgericht entschied sich für die drei Landschaftsarchitekturbüros Loher und Hochrein aus Magdeburg sowie Foundation 5+ und Latz, Riehl und Partner aus Kassel. Eine Ausstellung mit den Wettbewerbsbeiträgen wird vom Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr Dr. Dieter Scheidemann heute, um 16.00 Uhr im Forum Gestaltung in der Brandenburger Straße 8 eröffnet.

 

Die Auslobung der Preisträger erfolgte sowohl für das städtebauliche Gesamtkonzept als auch für insgesamt drei Teilbereiche. Beim städtebaulichen Gesamtkonzept stimmte die Jury für den Entwurf der Magdeburger Landschaftsarchitekten Lohrer und Hochrein.

 

In der Begründung heißt es unter anderem: „Die Arbeit ist gekennzeichnet durch ein klares überzeugendes Konzept zur Ordnung eines zur Zeit eher heterogenen und schwierigen Stadtraumes. Über die ‚Punkttangente’ und ‚Bahnpassage’ gelangt man zur Innenstadt. Trotz dieser vorgegebenen Zonierung gelingt es, eine prägnante gestalterische Aussage für den gesamten Planungsbereich zu entwickeln. Durch rasterförmige Baumpflanzungen werden Freiflächen markiert, werden Raumbeziehungen geschaffen und freiräumliche Qualitäten erzeugt und damit eine Aufwertung der Stadträume erreicht.“

 

Bei den Vorschlägen für den ersten Teilbereich mit dem Umfeld am Damaschkeplatz und für den zweiten Teilbereich mit der neuen Haltestelle Kölner Platz überzeugte das Preisgericht der Entwurf des Büros Latz, Riehl und Partner aus Kassel.

 

Es urteilt dazu unter anderem „Besonders herausragend ist der Versuch, den Damaschkeplatz als Wahrzeichen für die Stadt der erneuerbaren Energien zu inszenieren. Dabei wird sowohl mit zeitgemäßen, innovativen Materialien gearbeitet als auch mit Lichtinszenierungen. (...) In der weiteren Platzfolge stadteinwärts gelingt es den Verfassern im Bereich der Unterführungen, mit Hilfe stimmungsbildender Lichtdächer eine Spange zwischen West und Ost zu bilden und dem potenziell dunklen Angstraum eine freundliche, einladende Atmosphäre zu geben.“

 

Bei der möglichen Gestaltung für den dritten Teilbereich mit dem Willy-Brandt-Platz und der westlichen Tunnelöffnung entschied sich das Preisgericht für den Entwurf der Landschaftsarchitekten aus dem Büro Foundation 5+ in Kassel.

 

 

 

In der Begründung der Jury heißt es unter anderem: „Der Energiethematik wird optimal in Form eines windenergetischen skulpturalen Zeichens auf dem Kölner Platz und als Solarmodule auf der Fahrradstation Rechnung getragen. Das architektonisch hochwertig ausgebildete Fahrradhaus mit einseitigem gut erschlossenem reduziertem Glasdach liegt gut erreichbar an den Treppenaufgängen zu den Gleisen und erweitert den Kölner Platz nach Norden. (...)
Die Lichtbänder in den Tunnelbereichen gliedern die Freiräume und beugen Angsträumen vor.“

 

Die Jury empfahl, die besonders gelungenen gestalterischen Elemente aus den Entwürfen der beiden Architekturbüros aus Kassel in den Entwurf des Magdeburger Büros zu integrieren und daraus ein Gesamtkonzept zu entwickeln.

 

Insgesamt haben sich sieben Büros an dem Wettbewerb beteiligt. Sie sollten realisierbare Konzepte entwickeln, die den funktionalen und gestalterischen Anforderungen an die sensible Lage entsprechen. Als Wettbewerbssumme stehen insgesamt 66.000 Euro zur Verfügung. Diese setzt sich aus Bearbeitungshonoraren und Preisgeldern zusammen. Die Durchführung des Wettbewerbs erfolgt auf der Grundlage der Richtlinie für Planungswettbewerbe. Die Architektenkammer des Landes Sachsen-Anhalt begleitete das Verfahren.

 

Die Schwerpunkte der Wettbewerbsaufgabe lagen in der dem Standort angemessenen Gestaltung der entstehenden Freiräume und der neu zu errichtenden Haltestellen sowie in der Formgebung der Tunnelein- und Ausfahrten. Auch der Einsatz von regenerativen Energien, die Nachhaltigkeit der Idee und die stadträumliche Qualität mussten erkennbar sein. 

 

Zum Preisgericht gehörten neben Vertretern der Landeshauptstadt Magdeburg – unter anderem Vertreter aus den Fraktionen des Stadtrates – deutschlandweit tätige Fachplaner und anerkannte Vertreter verschiedener Hochschulen, beispielsweise der frühere Rektor der TU Dresden Professor Hermann Kokenge.

 

Das Projekt "Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee" ist eines der größten Verkehrsprojekte der Ottostadt Magdeburg seit der Wiedervereinigung. Der Stadtrat hatte am 11. Dezember 2009 die Entwurfsplanung und die Haushaltsmittel zum Bau des Straßentunnels in der Ernst-Reuter-Allee bestätigt. Daraufhin wurde zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und der Deutsche Bahn AG am 18. Dezember 2009 die Kreuzungsvereinbarung unterzeichnet.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
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