13. September 2010.
Für den in der vergangenen Woche im Alter von 78 Jahren verstorbenen Stadtrat Rogelio Barroso liegt ab Dienstag, 14. September, ein Kondolenzbuch im Rathaus aus. Oberbürgermeister Bertram Hilgen wird sich als erster darin eintragen. Neben dem Kondolenzbuch stehen Blumen in den Farben der documenta-Stadt Kassel sowie ein Foto des Verstorbenen mit einem schwarzen Band.
Das Buch wird bis Freitagmittag täglich von 10 bis 17 Uhr in der Karl Branner-Halle des Rathauses (2. Stock, Flügel Wilhelmsstraße) ausliegen, um der Kasseler Bevölkerung Gelegenheit zur Anteilnahme zu geben. Bei der Trauerfeier für Rogelio Barroso am Samstag, 18. September, wird Bürgermeister Jürgen Kaiser nach einer Ansprache das Buch an den Sohn des Verstorbenen übergeben.
Rogelio Barroso wurde am 15. April 1932 in Madrid/Spanien geboren. Seit 1960 lebte er in Kassel, er zählte zu den Gastarbeitern der ersten Stunde in Deutschland. Zu den Leistungen Barrosos gehörte die Mitbegründung des Kasseler Ausländerbeirates im Jahr 1981. Insgesamt 16 Jahre war Barroso Mitglied des Gremiums, neun Jahre – von 1981 bis 1990 - dessen Vorsitzender. Auch die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Hessen gründete er mit. Von 1983 bis 1997 war er Stellvertretender Landesvorsitzender. Bei der Kommunalwahl 1997 wählte man ihn - als ersten Ausländer überhaupt - als ehrenamtlichen Stadtrat in den Magistrat der Stadt Kassel. Bis 2005 gehörte er diesem Gremium für die SPD an, danach bis zu seinem Tod für die Fraktion Kasseler Linke.ASG.
Für sein langjähriges Wirken wurde Rogelio Barroso mehrfach ausgezeichnet, so 1984 mit dem Bundesverdienstkreuz, 1991 der Kasseler Stadtmedaille und 1997 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen.
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