Ausstellung „Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit“ zeigt auch ein Modell der Magdeurger Innenstadt
Vom 2. Oktober bis 28. November in Berlin
Ottostadt Magdeburg.
Die Stadtplanung im Zwiespalt zwischen Wunschträumen und Realität ist das Thema einer ungewöhnlichen neuen Ausstellung. Während der nächsten Wochen wird sie in Berlin zu sehen sein. Rund 250 Modelle in allen Maßstäben und 65 beispielhafte Projekte in Wort und Bild erzählen von großen Visionen, unkonventionellen Konzepten und zukunftsweisenden Ideen. Sie alle drehen sich um den urbanen Wunsch nach Veränderung und Entwicklung. Das Stadtplanungsamt der Stadt Magdeburg beteiligt sich mit einem großen Modell der Innenstadt an der Schau.
„Wir freuen uns, dass das Innenstadtmodell der Landeshauptstadt Magdeburg Bestandteil und sogar Titelbild der Ausstellung geworden ist“, so der Magdeburger Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr Dr. Dieter Scheidemann. „Die Stadtplanung in Magdeburg ist ein vielgestaltiger und lebendiger Prozess, dessen Gegenstände auch öffentlich diskutiert werden sollten.“ Am 1. Oktober zur Ausstellungseröffnung wird der Beigeordnete deshalb beim Rundgang das Modell erläutern. Das Motiv des Innenstadtmodells wurde unter ca. 300 Modell- und Projektfotos dazu ausgewählt, die Gesamtkommunikation der Ausstellung „Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit" zu begleiten und zu schmücken. Es ist auf der Faltbroschüre zur Ausstellung und im Internet unter www.realstadt.de zu sehen.
Das Modell zeigt den Straßenzug „Olvenstedter Straße/Ernst-Reuter-Allee/Anna-Ebert-Brücke“ von der Maxim-Gorki-Straße bis zur Bandwirkerstraße. Veranschaulicht wird darin auch die „Entwurfsplanung der Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee“ mit dem zwischenzeitlichen Planungsstand vom November 2009. Das Modell wurde im Maßstab 1 : 500 angefertigt und hat Maße von 5,20m x 2,70m. Insgesamt ist das Modell also ganze 14,04m² groß. Es zeigt u. a. 326 Gebäude, an 86 Gebäuden sind dabei Details der Fassaden erkennbar.
Schauplatz von „Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit“ ist die Turbinenhalle des 1961 erbauten Kraftwerks Mitte in Berlin. Planerische Wünsche und Visionen aus ganz Deutschland fügen sich auf den zwei Etagen der weitläufigen Ausstellungshalle zu einer Stadt auf Zeit zusammen. Die Konstellation bricht mit den gewohnten Perspektiven und bietet den Besuchern völlig neue Einblicke in das Thema.
Die fiktive Stadt „Realstadt“ zeigt, welche zentrale gesellschaftliche Rolle die Städte spielen und welche Möglichkeiten der Stadtentwicklung offen stehen. Daneben geht es jedoch auch um die architektonischen, sozialen und wirtschaftlichen Widersprüche bei der Gestaltung des Stadtraumes. Zur Diskussion stehen z. B. der Einfluss und die Interessenskonflikte unterschiedlicher Akteure, die Objektivität ihrer Vorstellungen und die Umsetzbarkeit der verschiedenen Modelle und Projekte.
In der Ausstellung ist unter anderem auch ein Modell der Freiluftbibliothek „Lesezeichen Salbke“ in Magdeburg zu sehen, das vom Architekturbüro KARO eingereicht wurde.
Veranstalter der Ausstellung ist das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Konzipiert und realisiert wird sie von Heller Enterprises Zürich.
"Realstadt", vom 2.10. bis 28.11. täglich von 10 bis 20 Uhr. Altes Kraftwerk Mitte, Köpenicker Straße 70. Eintritt: Erwachsene 4 Euro, Senioren, und Arbeitslose 2 Euro; Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und Studenten frei.
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