30. September 2010. Sämtliche Kasseler Waffenbesitzer werden in regelmäßigen Zeitabständen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes wegen der sicheren Aufbewahrung ihrer Waffen überprüft. Dabei werden die Waffenbesitzer im weiteren Verlauf dann auch zu Hause besucht. Anlässlich der Überprüfungen müssen die Waffenbesitzer nachweisen, dass sie ihre Waffen vorschriftsmäßig und unter Verschluss aufbewahren. Bis dahin ist dieser Vorgang nichts besonderes und gehört zum Alltag der zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung.
Kürzlich verlief jedoch eine dieser Überprüfungen vor Ort sehr ungewöhnlich! Wie der für das Ordnungsamt zuständige Dezernent, Bürgermeister Jürgen Kaiser, am Donnerstag im städtischen Pressedienst mitteilt, mussten seine Mitarbeiter bei einer Überprüfung feststellen, dass bereits eine „Kontrolle“ wegen der Aufbewahrung von Waffen vor Ort stattgefunden hatte. Angebliche Ordnungsamtsmitarbeiter hatten sich nämlich von dem betroffenen Waffenbesitzer seine Waffen und die dafür vorhandenen Tresore schon zeigen lassen. Schier unglaublich!? Die sich daraus ergebenden Konsequenzen werden, laut Kaiser, von der Verwaltung derzeit gerade geprüft. Zudem hat die Ordnungsbehörde Strafanzeige wegen Amtsanmaßung erstattet.
Ungeachtet der gegenwärtig noch andauernden Recherchen und Überprüfungen und den daraus möglicherweise resultierenden Ergebnissen empfahl der Leiter des Ordnungsamtes, Axel Heiser, allen Kasseler Waffenbesitzern, sich bei Hausbesuchen vom Ordnungsamt zu vergewissern, dass es sich tatsächlich um Bedienstete der Stadtverwaltung handele. Diese zeigten stets unaufgefordert ihren Dienstausweis mit Lichtbild der Stadtverwaltung vor, der sie als solche ausweise. Zusätzlich bot Heiser in Zweifelsfällen eine telefonische Rückfrage beim Ordnungsamt unter den Telefonnummern 7 87-30 64 oder 7 87-70 65 an.
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