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| Pressemitteilung vom 04. Oktober 2010 |
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Kreis und Gemeinde Lohfelden einigen sich über Biogaslieferungen Lohfelden. Der Landkreis Kassel und die Gemeinde Lohfelden haben einen Vertrag zur Erzeugung und Nutzung von Biogas abgeschlossen. „Wir haben bereits bei einer Reihe von Projekten mit der Gemeinde Lohfelden gut zusammengearbeitet – das ist jetzt der nächste Schritt unserer Kooperation“, informiert Landrat Uwe Schmidt bei der Vertragsunterzeichnung in Lohfelden. Der abgeschlossene Vertrag regelt die Erzeugung, Übergabe und Nutzung des Biogases, das der Eigenbetrieb Abfallentsorgung am Standort der Biokompostierungsanlage in Lohfelden - Vollmarshausen durch Vergärung von jährlich 23.000 Tonnen Bioabfällen erzeugen will.
„Wir werden das Biogas übernehmen und über eine Gasleitung ins Zentrum von Lohfelden leiten“, berichtet Bürgermeister Michael Reuter. Hier werden öffentliche Gebäude über Blockheizkraftwerke (BHKW) angeschlossen und mit Wärme versorgt. Die Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen erzeugen zusätzlich elektrische Energie, die ins Netz eingespeist wird.
Landrat Schmidt: „Zur Erzeugung des Biogases errichtet unser Eigenbetrieb eine Biogasanlage als Vorschaltanlage der bereits bestehenden Bioabfallkompostierung“. Die vorbereitenden Erdarbeiten liefen bereits, mit den Bauarbeiten werde in der nächsten Woche begonnen. Die erforderliche Genehmigung des vorzeitigen Beginns nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz hat das Regierungspräsidium Kassel bereits erteilt.
Bestandteil der interkommunalen Zusammenarbeit ist die Ausschreibung des Baus der Biogasleitung und die Lieferung von drei Blockheizkraftwerken durch die Gemeinde Lohfelden. Bürgermeister Reuter: „Mit der Vertragsunterzeichnung können diese Aufträge nun erteilt werden“. Im Frühjahr 2011 sollen alle Anlagen fertiggestellt sein – dann werden das Lohfeldener Rathaus mit dem Bürgerhaus und die Regenbogenschule mit Wärme aus den Blockheizkraftwerken versorgt, berichten Schmidt und Reuter. Darüber hinaus wird ein BHKW am Standort der Biokompostierungsanlage die Vergärungsanlage mit Prozesswärme versorgen. Mit der so insgesamt erzeugten elektrischen Energie können mindestens 1.000 Haushalte versorgt werden.
Durch die energetische Nutzung der Bioabfälle werde die Kompostierung nicht aufgegeben, so Schmidt weiter, da die Gärrückstände nach der Biogasgewinnung kompostiert werden. Bei diesen Verfahren handelt es sich um eine „ökologisch sehr sinnvolle Verwertung von Bioabfällen“, die auch dem Klimaschutz in mehrfacher Hinsicht dient: . „Wir nutzen Bioabfälle zur Energieerzeugung und ersetzen damit Erdöl und Erdgas, durch den Komposteinsatz werden Torf und auf Basis von fossilen Energieträgern hergestellte Dünger ersetzt und durch den Aufbau von Humus im Boden werden Kohlenstoffe gebunden, die bei Freisetzung zu einer weiteren Erwärmung der Erdatmosphäre führen würden“, betont Schmidt abschließend. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten: VertragBiogasLohfelden |
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LANDKREIS KASSEL
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Harald Kühlborn
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