Die Einrichtung von Ganztags-Grundschulen im Landkreis Leer kommt in Bewegung: Landrat Bernhard Bramlage hat die Bürgermeister der kreisangehörigen Städte und Gemeinden zu einer Besprechung eingeladen, um über die weiteren konkreten Schritte mit ihnen zu sprechen. Die Sitzung ist am 3. November im Leeraner Kreishaus geplant. Die Städte und Gemeinden sind Träger der gut 50 Grundschulen im Landkreis.
Landrat Bramlage hatte den Bürgermeistern seinen Vorschlag in einer Dienstbesprechung vorgestellt und war damit überwiegend auf positive Resonanz gestoßen. Als einen der weiteren Schritte will Bramlage den Bürgermeistern nun vorschlagen, jeweils für das Gebiet mehrerer Gemeinden Gespräche mit den Schulleitungen und mit Vertretern der Eltern zu führen. Voraussichtlich sollen an drei bis vier Stellen im Kreisgebiet solche Treffen stattfinden.
Um für Kinder im schulpflichtigen Alter eine bedarfsgerechte Betreuung zu schaffen, hat Landrat Bramlage den Ausbau der Grundschulen zu Ganztagsschulen zur Diskussion gestellt. Dies ist aus seiner Sicht gegenüber einem Angebot von Betreuungsplätzen in Horten sowohl finanziell als auch bildungs- und standortpolitisch die bessere Alternative.
Bramlage sieht mehrere Vorteile, die für Ganztags-Grundschulen sprechen: Es gebe mehr Lernzeit, mehr Betreuung und eine Chance zum Defizitausgleich, im Ergebnis mehr Bildung für alle Schüler. Zudem hätten Ganztags-Grundschulen den Vorteil, dass der Schulstandort an sich gestärkt werde und keine Elternbeiträge geleistet werden müssen.
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