19. Oktober 2010. Am morgigen 20. Oktober findet wie jedes Jahr auf Initiative der Weltgesundheitsorganisation der Welt-Osteoporosetag statt. Die Osteoporose ist eine weit verbreitete Krankheit, bei der im Laufe des Lebens die Dichte der Knochensubstanz abnimmt. In der Folge wird das Knochenskelett instabil, die Knochen beginnen zu schmerzen und es können Brüche auftreten.
Das Gesundheitsamt der Region Kassel nimmt diesen Tag zum Anlass, für die immer noch unterschätzte Krankheit Osteoporose die Bevölkerung zu sensibilisieren. In Deutschland ist fast jeder Vierte über 50 Jahre von den Folgen poröser Knochen betroffen. Oft wird die Erkrankung erst dann erkannt, wenn schon der erste Knochenbruch passiert ist. Betroffen sind zu fast zwei Drittel Frauen über 50, bei denen in der Verwandtschaft ebenfalls schon Osteoporose diagnostiziert wurde und die zeitlebens eher untergewichtig waren. Auch bestimmte Medikamente wie beispielsweise Cortison und andere Vorerkrankungen können die Knochendichte beeinflussen und zu Knochenbrüchen führen. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, Bewegungsmangel und falsche Ernährung.
Wie kann man daher wirksam gegen Osteoporose vorbeugen? Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel, rät: „Mit einer ausgewogenen Ernährung kann man einiges tun, um auch in späteren Lebensjahren seine Knochen gesund zu halten. Dazu gehört vor allem eine calciumreiche Ernährung aus Milch und Milchprodukten wie Hartkäse und Mozzarella. Besonders wichtig ist die regelmäßige Bewegung über das ganze Leben hinweg. Diese fördert nicht nur die Zunahme der Muskelmasse, sondern verhindert auch den Abbau von Knochenmasse. Als Sportarten sind Gymnastik, Jogging, Nordic Walking, Rad fahren, Ballsportarten aber auch das Training an Geräten in einem Fitnesscenter besonders empfehlenswert. Da das Vitamin D notwendig ist zum Knochenaufbau und unter der Einwirkung von Sonnenlicht gebildet wird, sind regelmäßige Aufenthalte und Spaziergänge im Freien zur Vorbeugung wichtig. Vermeiden sollte man alle Lebensmittel, die Phosphat enthalten, wie in Cola, in einigen Fleisch- und Wurstsorten. Außerdem sollte man Alkohol, Nikotin, Koffein und Süßigkeiten maßvoll genießen. Phosphat ist auf den Lebensmittelverpackungen an den Nummern E338 bis E341 und E450 erkennbar.“
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