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Leverkusen, 25. Oktober 2010

10 Jahre Leverkusener Tafel:

Lange Tafel, Bühnenprogramm und Kochduell


Zum 10jährigen Bestehen der Leverkusener Tafel wurde im Erdgeschoss der Leverkusener Rathaus-Galerie am Freitag, 22. Oktober, und Samstag, 23. Oktober, eine 30 Meter lange Tafel aufgebaut. Dort gab es an zwei Tagen mittags für jeden Passanten Erbsensuppe (und am Nachmittag Kaffee und Kuchen) An Infoständen wurde über die Arbeit der Tafel informiert. Auf der Bühne ein Stockwerk tiefer führte freitags von 14.00 bis 18.00 Uhr Radio Leverkusen durch ein Programm mit Interviews, Musik und Shows. Samstags gab es dort ab 14.00 Uhr ein Promi-Kochduell zwischen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn mit Paul Hebbel auf der einen Seite und Manfred Herpolsheimer mit Henning Krautmacher auf der anderen Seite zu sehen. Das Besondere daran: Die Köche durften ausschließlich Körbe mit Zutaten benutzen, die so auch den Kunden der Tafel ausgehändigt werden.

Im Oktober 2000 öffnete die Leverkusener Tafel ihre erste Ausgabestelle im Bunker an der Wiesdorfer Dönhoffstraße, sieben Jahre nachdem die erste deutsche Tafel in Berlin gegründet und organisiert wurde. Leverkusen war damit noch eine der ersten Städte in der  Bundesrepublik Deutschland, die die Idee aufgriff, überschüssige Lebensmittel mit ehrenamtlichen Helfen bei Händlern und Produzenten einzusammeln und an Bedürftige zu verteilen. Anfang 2000 gab es in ganz Deutschland gerade erst 260 Tafeln, die Leverkusener war die 318. Tafel. Inzwischen arbeiten bundesweit in der Bundesrepublik 860 Tafeln, mit über 2.000 Ausgabestellen.

Inzwischen werden auch in Leverkusen an insgesamt sieben Ausgabestellen im Stadtgebiet Lebensmittel verteilt. Derzeit werden in Leverkusen rund 2.400 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Monatlich sammeln an die 150 ehrenamtliche Helfer bis zu 70 Tonnen Lebensmittel, die von rund 80 Supermärkten und Bäckereien aus Leverkusen und der näheren Umgebung gespendet werden.

Abholer mussten von Anfang an ihre Bedürftigkeit nachweisen, etwa durch eine Hartz IV-, respektive Sozialhilfebescheinigung oder durch den Rentenbescheid. Nach Vorlage solcher Dokumente werden ein Ausweis und eine Ausgabekarte ausgestellt, die dazu berechtigen, Lebensmittel zweimal pro Woche abzuholen (bald mit elektronisch lesbarem Barcode). Seit 2002 müssen die Kunden der Tafel außerdem pro Abholung einen Unkostenbeitrag von einem Euro zahlen. Mit dem Geld werden Treibstoffkosten, Versicherungen und Steuern von sechs Tafelautos, Miete im Bunker und laufende Kosten bezahlt.

Darüber hinaus ist der Verein komplett auf Spenden angewiesen, braucht nicht nur Lebensmittel, sondern auch Geld, schließlich mussten immer wieder Räume umgebaut, Kühlräume eingebaut und Ausstattung bis hin zu Fahrzeugen angeschafft und repariert werden. Vier Kühlfahrzeuge und zwei Fahrzeuge ohne Kühlung hat die Tafel im Einsatz, um Lebensmittel abzuholen und an die Ausgabestellen zu verteilen, ein fünftes Kühlfahrzeug ist in Planung.

So sind alle Aktionen zum 10jährigen Jubiläum auch Fundraising- und Werbeaktionen. Die Kunstauktion von Werken Leverkusener Künstler am 20. November in der Christuskirche, von Wilfried Schmickler durchgeführt, soll Geld für einen dringend erforderlichen Umbau im Bunker Dönhoffstraße bringen.



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