„Alte Schule“ Salbke ist jetzt Begegnungsstätte für alle Generationen
OB Dr. Trümper eröffnete Mehrgenerationenhaus
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute das Mehrgenerationenhaus Salbke offiziell eröffnet. Das frühere Schulgebäude wurde für rund 1,6 Mio. Euro umgebaut und saniert. Das Mehrgenerationenhaus wird jetzt als Ort kultureller Begegnungen vom Förderverein „Alte Schule Salbke e.V.“ betrieben. Ab kommender Woche macht hier donnerstags auch das Mobile BürgerBüro Station.
„Mit der Eröffnung des Mehrgenerationenhauses findet ein weiteres Projekt zur Stärkung der Gemeinschaft und der nachbarschaftlichen Beziehungen im Stadtteil Salbke seinen Abschluss“, würdigt Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper den beendeten Umbau des Gebäudes. „Die Realisierung dieses besonderen Projektes ist vor allem dem Engagement des Fördervereins ´Bürgerhaus Alte Schule Salbke` e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Gebäudemanagement und vielen ortsansässigen Vereinen sowie zahlreichen tatkräftigen Magdeburgern zu verdanken.“ Möglich wurde es letztendlich durch die Förderung von Bund und Land im Rahmen des Programms „Die soziale Stadt“, die jeweils 1/3 der Baukosten übernommen haben.
Baustart war am 11. Juli 2009. Das Gebäude wurde komplett umgebaut und teilweise entkernt. Zu den ausgeführten Arbeiten gehören unter anderem der Abbruch der Dachkonstruktion im Südflügel sowie nicht mehr benötigter Wände und Bauteile, die Anpassung des Grundrisses durch geänderte Türöffnungen im Gebäude, die Stabilisierung des Südflügels mit einem Ringanker, der Einbau einer neuen Erdgeschossdecke in diesem Gebäudeteil, die Errichtung des neuen Dachstuhls über dem Saal im Obergeschoss, der Einbau neuer Außenfenster und -türen, die Neueindeckung des Daches auf dem gesamten Gebäude, die Montage des Vollwärmeschutzes an der Fassade des Südflügels, die Errichtung des Eingangsanbaus mit dem Aufzug zur barrierefreien Erschließung des Gebäudes sowie die Trockenbauarbeiten im Gebäudeinneren.
Parallel dazu wurden alle haustechnischen Anlagen erneuert. Auch die Außenanlagen wurden komplett neu gestaltet. Bauherr war der Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement.
Durch ein Projekt der GISE, gefördert von der ARGE Magdeburg, werden aktuell noch die Fassade des Gebäudes sowie die Grundstücksmauern gereinigt und saniert. Dabei konnten schon einige beachtenswerte Teilflächen auf der Hofseite des Gebäudes fertig gestellt werden. Diese Maßnahme soll im Jahr 2011 fortgesetzt werden, wobei dann auch die Fassade auf der Straßenseite saniert wird.
Im künftigen Mehrgenerationenhaus sind unter anderem ein Saal mit 160 Sitzplätzen für Veranstaltungen aller Art, Vereinsgastronomie und ein Jugendklub entstanden. Durch einen Glasanbau mit Fahrstuhl, einen ebenen Zugang im Außenbereich und ein behindertengerechtes WC wird die Barrierefreiheit des neuen Mehrgenerationenhauses sichergestellt.
Die Angebotspalette des neuen, modernen Bürgerhauses wird genauso facettenreich sein wie die hier beheimateten Vereine: Es soll Tanz- und Sportangebote, gesundheitsfördernde Projekte, Angebote für Bildung und Weiterbildung, eine Bibliothek, Seniorenbetreuung und einen Jugendtreff geben.
Ab 4. November macht im Mehrgenerationenhaus immer donnerstags von 9.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 18.00 Uhr das Mobile BürgerBüro Station. Auch der Stadtteilmanager hat hier künftig sein Büro.
Durch die Bereitstellung von rund 1,6 Mio. Euro, darunter Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt und des Bundes aus dem Programm „Die soziale Stadt“, konnte die Idee eines solchen Bürgerhauses umgesetzt werden. Ein Drittel der Kosten flossen aus dem städtischen Haushalt.
Im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzeptes für den Südosten Magdeburgs tragen die Initiatoren und Helfer mit der beendeten Sanierung des Gebäudes zur Wiederbelebung des alten Ortskerns von Salbke bei und wirkten dem Verfall eines Baudenkmals entgegen. „Das ist zugleich ein weiterer Schritt zur Stärkung des Gemeinwesens und zum Auf- und Ausbau der Magdeburger Stadtteile Salbke, Westerhüsen und Fermersleben“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.
Das Mehrgenerationenhaus wird per Leihvertrag an den Förderverein übergeben, der künftig für die Betreibung und Bewirtschaftung des Gebäudes verantwortlich ist und alle laufenden Kosten tragen bzw. über die vielen Nutzer finanzieren muss.
Auch bei der Baumaßnahme war der Förderverein unterstützend tätig. So wurden die Baureinigung in Eigenleistung durch den Förderverein erbracht und die Schließanlage sowie die Beschilderung durch den Förderverein übernommen und durch Sponsoren finanziert.
An der Planung und Bauausführung des Vorhabens waren zehn Planungsbüros und mehr als 25 Baufirmen beteiligt, die bis auf eine Firma alle aus Sachsen-Anhalt stammen. Darunter waren insgesamt 26 Unternehmen aus Magdeburg.
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