Bocholt, 15. November 2010
100 Jahre Müllabfuhr
250 Euro für Anekdote
Bocholt (pd).
Bocholt feiert am 1. April 2011 das 100-jährige Bestehen der Müllabfuhr. Im Vorfeld dieses Jubiläums bittet der Entsorgungs- und Servicebetrieb (ESB) die Bocholterinnen und Bocholter, besondere persönliche Erlebnisse mit der Müllabfuhr oder allgemein mit der Abfallentsorgung zu Papier zu bringen und beim ESB einzureichen.
Dabei steht nicht die Länge oder der Schreibstil im Vordergrund, sondern die Geschichte selbst. Jeder Teilnehmer erhält als Dankeschön einen schicken Taschenkalender für das Jubiläumsjahr 2011. Zusätzlich verlost der ESB unter den Teilnehmern mit den besten Anekdoten ein Geldgeschenk in Höhe von 250 €. Interessiert ist der ESB an lustigen oder besonderen Begebenheiten, über die man heute schmunzeln kann oder die zum Nachdenken anregen.
Vielleicht ist jemand die Kunststoff-Mülltonne ausgebrannt, weil aus Versehen heiße Asche eingefüllt wurde. Oder die Nachbarschaft hatte ihren Spaß an der Nachbarin, die hinter der Müllabfuhr her rannte, weil der Ehemann das Rausstellen der Tonne versäumt hat. Aus Versehen wurde möglicherweise ein Schlüsselbund in einen Papiercontainer geworfen. Eventuell wurde das gut erhaltene Fahrrad versehentlich als Sperrmüll eingeladen oder der Inhalt in Opas Schnapsflasche entpuppte sich als gefährlicher Sondermüll. Verwechslungen von Mülltonnen oder die Mülltonne als Versteck können auch der Grund einer spaßigen Begebenheit sein. Nicht auszuschließen ist auch, dass es in früheren Jahren an Karneval oder zu Weihnachten besondere Anekdoten gegeben hat, die heute so nicht mehr vorstellbar wären. Bestimmt gab es auch das ein oder andere lustige Erlebnis auf dem ehemaligen städtischen Lagerhof an der Industriestraße, auf einem der städtischen Ablagerungsplätzen, der Müllkippe in Lankern oder auf dem Wertstoffhof.
Besonders spannend sind lang zurückliegende Ereignisse, vielleicht während der Kriegsjahre oder bei Umstellung der Müllabfuhr von den runden Zinkeimern auf die heutigen Kunststoffbehältnisse im Jahr 1981. Zeitzeugen, welche vor der Einführung motorisierter Müllfahrzeuge im Jahr 1925 noch die Abfuhr des Mülls mit Pferdewagen in Erinnerung haben, dürfte es in Bocholt kaum noch geben. Texte können per Post oder persönlich beim ESB, Schaffeldstraße 74, 46395 Bocholt eingereicht oder per E-Mail an die Adresse p.somborn@esb.bocholt.de gesandt werden.
Einsendeschluss ist der 15. Januar 2011. Menschen, die ihr besonderes „Müll-Erlebnis“ nicht selbst aufschreiben möchten, können ihre Anekdote auch gerne telefonisch übermitteln. Die Abfallberaterinnen Karin Kalka-Freundt und Petra Somborn nehmen Anrufe unter Tel. 24 63 24 entgegen. An älteren Fotos von der Müllabfuhr ist der ESB ebenfalls interessiert. Kommen genügend Beiträge und Fotos zusammen, lohnt es sich vielleicht, daraus ein kleines Heft zusammenzustellen.