OB Hilgen gegen Verlagerung von Telekom-Arbeitsplätzen: Kundennähe geht verloren

18. November 2010.

Wegen der drohenden Verlagerung des Kasseler Geschäftskundenbereichs der Deutsche Telekom hat sich jetzt Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen mit Schreiben an Telekom-Chef Rene Obermann und den hessischen Wirtschaftsminister Dieter Posch gewandt. In diesen Schreiben wies Hilgen darauf hin, dass die Telekom nach der Schließung des Call-Centers im Jahr 2009 jetzt weitere rund 85 Arbeitsplätze in Kassel abbauen wolle.  „Dies Zentralisierung von Standorten trifft die Beschäftigten hart“, meinte der Kasseler Oberbürgermeister. So hätten seinerzeit bei der Verlagerung des Call-Centers von Kassel nach Fulda rund 100 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren, weil für sie ein Umzug oder tägliches Pendeln nicht realisierbar waren. Dies werde auch bei einer Verlagerung des Geschäftskundenbereichs nach Hannover eintreten.

 

Mit dem Abbau der Dienstleistung und der Arbeitsplätze in Kassel gehe auch die gebotene Kundennähe verloren. Der aufstrebende Wirtschaftsstandort Kassel brauche vor Ort funktionsfähige Einrichtungen der Deutschen Telekom, damit die Unternehmen von einer modernen Kommunikationsinfrastruktur profitieren könnten, führte Hilgen weiter aus. Seit 1995 seien allein aus Kassel rund 2.100 Telekom-Arbeitsplätze in die Ballungsräume verlagert worden. Der Kasseler Oberbürgermeister forderte deshalb den hessischen Wirtschaftsminister, das jetzige Konzept der Deutschen Telekom abzulehnen.

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