Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Steinfurt, Anni Lütke Brinkhaus, unterstützt auch in diesem Jahr die bundesweite Aktion „Nein zu Gewalt an Frauen“.
Gewalt gegen Frauen gilt weltweit als eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen.
Im Jahr 2002 tritt das Gewaltschutzgesetz zum verbesserten Schutz von Opfern häuslicher Gewalt in Kraft, das gerichtliche Schutzanordnungen und Wohnungszuweisungen erleichtert.
Der „Runde Tisch Häusliche Gewalt Kreis Steinfurt“ wird im Jahre 2003 unter der Schirmherrschaft des Landrates Thomas Kubendorff gegründet. Ihm gehören Fachkräfte von verschiedenen Beratungs- und Hilfeeinrichtungen sowie aus den Bereichen Polizei, Justiz, Politik und Verwaltung an. Ziele des Rundes Tisches sind die Ächtung häuslicher Gewalt, die spürbare Verbesserung von Schutz und Hilfe für die Opfer und die Reduzierung der Fälle häuslicher Gewalt durch Prävention.
Häusliche Gewalt wurde lange Zeit bagatellisiert und tabuisiert. Den Opfern stand kein besonderer Schutz zur Verfügung. Seit 2002 werden die zur Anzeige gebrachten Fälle von häuslicher Gewalt im Kreis Steinfurt statistisch erfasst, so wurden im Jahr 2009 im Kreis Steinfurt 307 Fälle angezeigt. Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass die Dunkelziffer noch höher liegt.
Am Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ wird mit zahlreichen Aktivitäten über die Menschenrechtsverletzungen an Frauen informiert. Seit 10 Jahren werden auf Initiative von TERRE DES FEMMES an diesem Tag die Fahnen „Frei leben – ohne Gewalt“ als Signal und Appell gegen die weltweite Gewalt gegen Frauen gehisst.
Ausführliche Informationen zum Thema „Häusliche Gewalt“ und zur Arbeit des „Runden Tisches Häusliche Gewalt Kreis Steinfurt“ gibt es im Internet unter www.haeusliche-gewalt-kreis-steinfurt.de.