29. November 2010

Mädchen stirbt an Blutungen

Rettungswagen zehn Minuten nach Alarmierung am Einsatzort

Kreis Viersen

Trotz des schnellen Einsatzes der Rettungskräfte konnte ein fünfjähriges Mädchen aus Grefrath am vergangenen Samstag (27.11.2010) nicht mehr wiederbelebt werden. Als der erste Notruf bei der Kreisleitstelle in Viersen um 14.43 Uhr einging, waren beide zur Verfügung stehenden Rettungswagen der Wache Kempen im Einsatz: einer zu einer Einsatzfahrt nach Vorst, der andere am Krankenhaus Lobberich, um einen Patienten zu übergeben. Ein Anrufer hatte  ein im Gesicht blutendes Kind in einem Verbrauchermarkt in Grefrath gemeldet.

Die Kreisleitstelle schickte den RTW am Krankenhaus Lobberich sowie einen Notarzt zur Einsatzstelle. Zehn Minuten nach der Alarmierung traf der Notarzt aus Kempen ein, drei Minuten später der RTW aus Lobberich. Die Zeitspanne von zehn Minuten liegt nach Auskunft von Michael Oyen, Leiter der Kreisleitstelle Viersen, innerhalb des Toleranzbereichs von zwölf Minuten. Innerhalb dieser Frist muss das erste Fahrzeug am Einsatzort sein.

Nachdem zwei weitere Notrufe bei der Kreisleitstelle eingegangen waren, entschied die Leitstelle, zusätzlich den Rettungshubschrauber Christoph 9 zu alarmieren.  Bei der Anfrage an das Krankenhaus Kempen, das Mädchen aufzunehmen, erfuhr die Leitstelle, dass am Heilig-Geist-Hospital bereits der HNO-Arzt auf das Kind wartete. Die Mutter hatte Blutungen nach einer Mandel-Operation gemeldet und wollte das Kind nach Kempen bringen. Die Fünfjährige war am 23. November 2010 in Kempen operiert worden. Die Leitstelle alarmierte auch den operierenden Arzt, der mit dem Krankenwagen und in Begleitung einer Intensivschwester zur Einsatzstelle nach Grefrath ausrückte. In der Zwischenzeit hatte der erste Rettungswagen einen weiteren RTW und Notarzt für die Mutter des Kindes angefordert.

Auch die Besatzung des mittlerweile in Grefrath gelandeten Rettungshubschraubers entschied, das Kind mit dem RTW und den drei Notärzten zu den Helios Kliniken nach Krefeld zu transportieren. Auf dem Weg dorthin verstarb das Mädchen.

Um die Mutter kümmerte sich nach ärztlicher Behandlung ein Notfallseelsorger. Weil das Mädchen in Krefeld verstorben ist, hat die Krefelder Polizei jetzt die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen.

Herausgeber:

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