08. Dezember 2010.
Massive Kritik am Bund hat jetzt Oberbürgermeister Bertram Hilgen geübt. Grund sind die erheblichen Schwierigkeiten bei der Produktion und Auslieferung des neuen Personalausweises. Hilgen wies im städtischen Pressedienst darauf hin, dass die Kommunen nun den Ärger der Bürgerinnen und Bürger ausbaden müssten, den der Bund ihnen eingebrockt habe. So seien die in der ersten Novemberwoche beantragten Dokumente bis heute noch nicht vollständig in den Kasseler Bürgerbüros angeliefert worden. Ferner müssten bereits gefertigte und ausgehändigte Personalausweise wegen fehlerhafter Produktion wieder zurückgerufen werden. Dies alles sorge für entsprechenden Unmut bei den Bürgerinnen und Bürgern.
Nachfragen bei der Bundesdruckerei, insbesondere wegen des Fertigungsstandes der Dokumente beziehungsweise der Lieferzeiten, würden dort nicht oder nur unzureichend beantwortet. Hilgen: „Es ist ein Unding, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier im Regen stehen zu lassen.“ So sei es diesen nicht möglich, verbindliche Aussagen darüber zu treffen, wann die beantragten Dokumente fehlerfrei ausgeliefert werden könnten. So bitte die Abteilung Einwohnerservice der Stadt Kassel alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger um Geduld und Verständnis. Eine Bitte, die eigentlich von der Bundesdruckerei kommen müsse, meinte der Oberbürgermeister. Man habe die Erwartung an die Bundesdruckerei, dass sie dafür sorge, dass sich die Situation spätestens zu Beginn des neuen Jahres entschärft habe.
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