Sportangebote : OB Hilgen und Landrat Schmidt fordern Rücknahme der Kürzungen durch das Land

15. Dezember 2010. Ihre Kritik an der vom Land Hessen geplanten erheblichen Kürzung der Mittel für die Sportangebote haben Oberbürgermeister Bertram Hilgen und der Landrat des Landkreises Kassel, Uwe Schmidt, in einem gemeinsamen Schreiben an die Hessische Kultusministerin Dorothea Henzler formuliert. Wie bekannt geworden war, rechnet das Staatliche Schulamt Kassel für 2011 mit einem um 7.000 Euro gekürzten Betrag für die von Vereinen organisierten und für Schülerinnen und Schuler kostenlosen Sportangebote. „Mit Blick auf die gravierenden Auswirkungen halten wir eine Kürzung der Mittel für Sportangebote an Schulen für nicht vertretbar und bitten Sie, diese zurückzunehmen. Die Stadt und der Landkreis Kassel werden sich jedenfalls auch weiterhin dafür einsetzen, Beeinträchtigungen des Vereinslebens und den notwendigen sportlichen Ausgleichs für Schülerinnen und Schüler zu verhindern“, erklären OB Hilgen und Landrat Schmidt.

Auch und gerade wegen der überschaubaren Summe wenden sich die beiden nordhessischen Politiker gegen diese unverhältnismäßige Maßnahme. Sie trage nicht zu einer relevanten Einsparung bei, verursache im Bereich des ehrenamtlichen Sports und bei der Zusammenarbeit von Schulen und Vereinen aber einen Schaden, der nur schwer wieder gut zu machen sei. Für die Schülerinnen und Schüler sei der sportliche Ausgleich im Umfeld des Unterrichts ohne den Druck von Schulnoten dringend notwendig. „Die kostenlosen, aber vom Land bezuschussten Sportangebote sind ein nicht zu unterschätzender Faktor, die Anforderungen des Schulalltags erfolgreich zu bestehen.“

Für die Vereine seien diese geförderten Kurse wiederum ein unentbehrliches Mittel, junge Menschen für den Sport im Allgemeinen und teilweise auch für Sportarten zu begeistern, die im Sportunterricht nur selten oder nie zum Zuge kommen. „Für die Vereine ist die Kürzung gerade dieser Mittel und Kurse daher ein schwerer Schlag, der ihre Nachwuchsarbeit in Frage stellt“, unterstreichen OB Hilgen und Landrat Schmidt in ihrem Brief.

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