21. Dezember 2010.
Über eine in England momentan erhöhte Anzahl schwer verlaufender Influenza-Fällen ist das Gesundheitsamt Region Kassel vor wenigen Tagen informiert worden, teilte die Leiterin des Amtes, Dr. Karin Müller, jetzt im städtischen Pressedienst mit. Die Patienten im Alter zwischen 18 und 35 Jahre müssten im Krankenhaus behandelt werden. Viele von ihnen litten an Grunderkrankungen (Schwangerschaft eingeschlossen). Ferner seien acht Todesfälle im Zusammenhang mit einer pandemischen Influenza-(H1N1)-Infektion gemeldet worden Auch seien etwa 30 Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen registriert worden. Dies deute darauf hin, dass die Influenzasaison nun beginnt. Insgesamt elf europäische Länder hätten über steigende Influenzaaktivität berichtet.
Eine ansteigende Tendenz von Grippeerkrankungen sei jedoch derzeit weder In Deutschland noch in der Region Kassel erkennbar. Dennoch rät die Leiterin des Gesundheitsamtes dazu, „sich jetzt noch impfen zu lassen“, da die jährliche Grippewelle meist erst nach der Jahreswende - häufig erst Anfang bis Mitte Februar - beginne.
„Die Impfung gegen Grippe ist auch jetzt noch sinnvoll und sollte vor allem bei chronisch Kranken, Menschen über 60 Jahre, Schwangeren und beim Medizinalpersonal nachgeholt werden. Der Körper braucht zwei Wochen bis zum Aufbau des Immunschutzes", führte Dr. Müller aus.
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