OB Hilgen gratuliert Leiter des Kasseler Standesamtes zum Vorsitz des BDS

04. Januar 2011. Amtswechsel an der Spitze des Bundesverbandes der Deutschen Standesbeamtinnen und Standesbeamten e.V. (BDS): Zum 1. Januar hat Jürgen Rast, Leiter des Kasseler Standesamtes und Vorsitzender des Fachverbandes der hessischen Standesbeamten, das Ehrenamt des BDS-Präsidenten übernommen. Im städtischen Pressedienst gratulierte Oberbürgermeister Bertram Hilgen dem neuen Amtsinhaber zu seiner Berufung. „Mit Jürgen Rast übernimmt ein Mann aus der standesamtlichen Praxis den Vorsitz des BDS. Er vertritt nun die Interessen von rund 30.000 Standesbeamtinnen und Standesbeamten in Deutschland. Seine Ernennung spricht für ihn und zeigt, welch gute Arbeit im Kasseler Standesamt geleistet wird“, sagte OB Hilgen.

Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort ehrenamtlich weiter zu unterstützen, ist dem neuen BDS-Präsidenten Jürgen Rast ein besonderes Anliegen. In engem Schulterschluss mit den Landesverbänden will er die anstehende Evaluierung der Gesetzesreform des deutschen Personenstandswesens durch Arbeitsgruppen begleiten. „In dem sensiblen Bereich des Personenstandswesens gilt es, mit praxisnahen Vorschlägen den Gesetzgeber auf notwendige Änderungen beziehungsweise Feinabstimmungen hinzuweisen“, erklärte der 64-jährige Rast. Am Herzen liege ihm auch die Weiterentwicklung der elektronischen Verfahren in den Standesämtern mit dauerhafter Speicherung der Personenstandsregister und papierlosen Mitteilungen an Behörden, Gerichte und andere Stellen. Schließlich gehöre der Standesbeamte mit Ärmelschonern und Federkiel schon lange der Vergangenheit an.

BDS-Präsident Jürgen Rast: „Die Standesbeamtinnen und Standesbeamten in Deutschland sollen sicher sein, dass die Probleme ihrer täglichen, vielfältigen Arbeit im Bundesverband wahrgenommen werden. Mit den beiden Akademien des BDS am Verbandssitz im hessischen Bad Salzschlirf für Personenstandswesen beziehungsweise für Staatsangehörigkeitsrecht und Meldewesen ist auch der kompetente Partner für die qualifizierte Aus- und Fortbildung vorhanden.“

Der gebürtige Kasseler Jürgen Rast trat nach Schul- und Bundeswehrzeit im Jahre 1964 als Verwaltungsbeamter in die Dienste seiner Heimatstadt. Im Rathaus waren Sozialamt, Schulverwaltungsamt, Bürgeramt die einzelnen Stationen, wozu auch die Leitung einer Verwaltungsaußenstelle und der Aufbau eines zentralen Einwohneramtes (Bürgeramt, Meldewesen, Passwesen, etc) gehörten. 1997 wurde Rast die Leitung des Standesamtes der Stadt Kassel übertragen – mit dem besonderen Auftrag, das Personenstandswesen in eine mit den modernen Datentechniken vertraute Umgebung zu integrieren. Eine weitere Aufgabe war die Einbeziehung des Staatsangehörigkeitswesens und der behördlichen Namensänderungen in das Standesamt.

Ehrenamtlich engagiert war und ist Jürgen Rast auch landesweit. Davon zeugt die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Innenministerium, dem Verlag für Standesamtswesen und der ekom21, dem größten kommunalen Dienstleistungsunternehmen in Hessen. Gemeinsames Ziel ist, das neue Personenstandsrecht und die notwendigen länderspezifischen Regelungen praxisorientiert umzusetzen.

Auf Bundesebene arbeitet Jürgen Rast bei „Bund online“ im sogenannten Projekt „X-Personenstand“ aktiv mit. Nachdem 2006 von den Regierungschefs des Bundes und der Länder das elektronische Personenstandswesen in den Kreis der prioritären Vorhaben des Aktionsplans Deutschland-Online aufgenommen wurde, begann in einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe die Entwicklung des Datenaustauschformats „X-Personenstand“ mit dem Ziel, Nachrichten schnell und sicher elektronisch zu übermitteln.

Seit Mai 2006 ist Rast zudem Vorsitzender des Fachverbandes der Hessischen Standesbeamtinnen und Standesbeamten e.V. und wirkte bereits im Bundesverband mit. So war er unter anderem Beisitzer im Vorstand des BDS und Beauftragter für die Zusammenarbeit mit den deutschen Archivaren.

Seit 26 Jahren ist Jürgen Rast verheiratet, seine Freizeit widmet er der Familie und Hobbys wie Reisen, Tennis oder Golf.

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