07. Januar 2011. Für definitiv ausgeschlossen hält Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen die Anbindung des ausgebauten Flughafens Kassel-Calden über eine sogenannte „Nordspange“ an die Autobahn 7 in Höhe des Gewerbegebietes Sandershäuser Berg. Hilgen: „Jede Variante einer solchen Querspange halte ich wegen der gravierenden Auswirkungen auf die Wohngebiete von Kassel-Wolfsanger wie auch der Nachbarkommunen und der Eingriffe in Natur und Landschaft für unvertretbar.“
Der Hessische Verkehrsminister Dieter Posch war in einem Medienbericht mit dem Vorschlag zitiert worden, weiterhin nach Lösungen für die Anbindung des Flughafens an die Autobahn 7 zu suchen. Dabei war auch die Nordspange als Möglichkeit erwähnt worden. Kassels Oberbürgermeister hatte unmittelbar nach dem Bericht das direkte Gespräch mit Posch gesucht und dem Verkehrsminister die ablehnende Haltung der Stadt mitgeteilt.
Übereinstimmung zwischen Posch und Hilgen besteht in der Einschätzung, dass eine Verbesserung der verkehrlichen Anbindung des Flughafens wünschenswert sei. Dies würde für den Flughafen selbst wie auch das zu entwickelnde Gewerbegebiet am jetzigen Flughafenstandort von Vorteil sein. Da eine Nordspange in der Höhe des Sandershäuser Berges ausgeschlossen sei, komme wohl nur eine Anbindung des Flughafens an die Autobahn 7 über niedersächsisches Gebiet in Betracht.
Im Hinblick auf eine Anbindung des Gewerbegebiets Sandershäuser Berg an die Autobahn 7 stellt Kassels Oberbürgermeister fest , dass gemeinsam mit mehreren anderen Akteuren aus der Region und in Absprache mit den Verantwortlichen in den Verkehrsministerien auf Landes- und auf Bundesebene mit Nachdruck an Alternativen für eine Anbindung gearbeitet werde. Dabei handele es sich nicht nur um die verkehrliche Erschließung eines Gewerbegebietes, sondern auch um eine deutliche Entlastung der Dresdner Straße, deren Belastung durch Maßnahmen des Bundes (A 7-Ausbau, A 44) sonst eher noch zunehmen würde. Ferner würden davon auch die Bürger in Niestetal profitieren.
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