„Das Land unterstützt uns bei dem Vorhaben, die Seefahrtschule und das Maritime Kompetenzzentrum in Leer auszubauen“, so Landrat Bernhard Bramlage nach einem Gespräch im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium am vergangenen Donnerstag. Im August hatte Wirtschaftsminister Jörg Bode bei einem Besuch des Maritimen Kompetenzzentrums – dort wurde das Vorhaben erstmalig angesprochen – bereits seine Unterstützung signalisiert. In der Zwischenzeit wurden die Pläne konkretisiert und jetzt dem Ministerium vorgestellt. An dem Gespräch nahmen neben Bramlage auch der Reeder Alfred Hartmann als Vertreter der Wirtschaft und Hermann Wocken als Geschäftsführer der Wachstumsregion Ems-Achse sowie die Präsidentin der Hochschule Emden/Leer, Prof. Dr. Dorothea Hegele und der Dekan des Fachbereichs Seefahrt Leer, Dr. Klaus Heilmann, teil. Auch die Landtagsabgeordneten Johanne Modder und Ulf Thiele, die das Vorhaben unterstützen, waren Teil der Delegation.
Schwerpunkt der Erweiterung des Kompetenzzentrums wird die Offshore-Simulationstechnik sein. Angesichts der Vielzahl der in Planung befindlichen Offshore-Windparks ist der Zeitdruck für die Erweiterung groß. Nach der Umsetzung des Vorhabens besteht in Leer deutschlandweit einmalig die Möglichkeit, alle Simulationen, die für die Errichtung solcher Anlagen erforderlich sind, an einem Standort durchzuführen.
Im neuen Gebäude sollen auch zusätzliche Räume für den Fachbereich Seefahrt entstehen. Nach dem großen Ansturm auf den zum Wintersemester 2010/11 erstmalig angebotenen Studiengang Schiffs- und Reedereimanagement, den über 170 Studenten belegen, reichen die Kapazitäten der Hochschule am Standort Leer nicht aus. Da eine jährliche Aufnahme in diesem Studiengang erfolgt, ist mit einer Vielzahl weiterer Studenten zu rechnen. „Vor allem der doppelte Abiturjahrgang in diesem Sommer und der Wegfall der Wehrpflicht könnten darüber hinaus zu einer zusätzlichen Nachfrage nach Studienplätzen führen und die räumlichen Probleme weiter verschärfen“, so Bramlage.
In Kürze soll ein Gespräch mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geführt werden, das das Vorhaben ebenfalls unterstützen will.
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