25. Januar 2011.
Außerordentlich bedauert haben jetzt in einer gemeinsamen Presseerklärung Oberbürgermeister Bertram Hilgen sowie Landrat Uwe Schmidt die Absage der Hessischen Landesregierung an das von der Kasseler Stadtverordnetenversammlung und vom Kreistag des Landkreises Kassel beschlossene Modell zur Entwicklung der Region Kassel. Diese Absage hatte Ministerpräsident Volker Bouffier beiden Gebietskörperschaften in einem äußerst knappen Schreiben vor wenigen Tagen übermittelt. Daraufhin haben beide Kommunalpolitiker in einem Brief an den Ministerpräsidenten einen erneuten Anlauf gestartet, um doch noch die Bildung einer Region Kassel mit Landesunterstützung auf den Weg zu bringen. In einem von beiden Politikern unterzeichneten Schreiben an Bouffier unterbreiteten sie den Vorschlag, ein Gespräch mit dem Ministerpräsidenten und weiteren Mitgliedern der Landesregierung sowie mit Vertretern der nordhessischen Wissenschaft und Wirtschaft über die Zukunftsfähigkeit der Region Kassel zu führen. Dieses Gespräch könne mit zeitlichem Abstand zur Kommunalwahl und zu den anstehenden Direktwahlen am 27. März vereinbart werden. Schmidt wie Hilgen unterstrichen aber auch, sollte es nicht gelingen, bei einem solchen Gespräch einen Weg zu einer Regionalreform festzulegen, würde dies bedeuten, dass die von Stadt und Landkreis geforderte Regionalreform nur unter anderen politischen Mehrheitsverhältnissen im Land zu verwirklichen sei. Mit Blick auf die Rede Bouffiers im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Kassel wird dessen Hinweis, dass die heutige handelnde Generation die Weichen für eine positive zukünftige Entwicklung stelle, meinten Hilgen und Schmidt: „Zukünftige Generationen dürften nicht darunter leiden, dass wir mangels Mut vorhandene Probleme nicht angehen und lösen. Wir wollen uns nicht vorwerfen lassen, dass wir nicht alles versucht haben, mit der Bildung der Region Kassel den Grundstein für eine nachhaltig zukunftsfähige Region in der Nordspitze des Landes Hessen zu legen.“ Dies gemeinsam mit der Hessischen Landesregierung umsetzten zu können, erscheine auch jetzt noch der richtige Weg zu sein.
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