26. Januar 2011.
Eine literarische Reise durch die Sonderausstellung „Evolution der Menschen“ mit der Schauspielerin Beate Reker (Münster) findet am Donnerstag, 10. Februar, von 19 bis 20.30 Uhr im Naturkundemuseum im Ottoneum, Steinweg 2, statt. Die 1955 in Hamm geborene Schauspielerin Beate Reker ist Mitbegründerin des Theaters im Pumpenhaus Münster und spielte von 1998 bis 2009 mit dem eigenem Theaterlabel RedArt; in über 40 Inszenierungen und internationalen Produktionen. Sie arbeitet als Sprecherin für den WDR und für zahlreiche Hörbuchproduktionen. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 30 Personen begrenzt. Der Kartenvorverkauf hat begonnen. Tickets sind zum Preis von zwölf Euro im Vorverkauf an der Kasse erhältlich. Der Preis ist inklusive Museumseintritt sowie einer Brezel und einem Glas Wein für den Ausklang. Anmeldung unter der Telefonnummer 7 87-40 66. Was ist passiert, seit unsere Urahnen von den Bäumen gestiegen sind? Ist Darwins Lehre ein finsteres Komplott gegen den Homo sapiens als Krone der Schöpfung? Ist der Mensch der Dinosaurier der Neuzeit oder doch eher das [nach Loriot] einzige Wesen, das im Fliegen eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann? Auf einer Reise durch die Entwicklungsgeschichte des Menschen von der Steinzeit bis ins Atomzeitalter laden vier ausgewählte Stationen in der Ausstellung zum Innehalten ein. Wissenswertes und Kurioses, Amüsantes und nachdenklich Stimmendes zum Thema Evolution sind die literarisch-theatralischen Zutaten zu einem bunt gemischten abendlichen Leckerbissen: dem Darwin Kompott. So erklärt zum Beispiel Wilhelm Busch zum Schöpfungsakt, wie das Perlhuhn zu seinem Namen und den Perlen kam. Dass immer noch eine Menge Affe in uns steckt, ist von Erich Kästner zu erfahren. Die Frage, ob die Entwicklung der Sprache zunächst nur dazu diente, bessere Chancen beim Sex zu haben, wird offen bleiben... Die uralte Sehnsucht des Menschen nach Liebe ist (nicht nur) ein zentrales Thema der Literatur. Stellvertretend für alle kommt dazu Else Lasker-Schüler zu Wort, und Mark Twain beschreibt, wie die Liebe fast alle Hindernisse überwinden kann. Auch die Frage, was Pfauenfedern mit Sportwagen verbindet, und die These, dass Männer und Frauen einfach nicht zusammen passen, müssen erörtert werden. Dazu hält Kurt Tucholsky Tipps für das Gelingen einer Ehe bereit. Prometheus rebelliert gegen die Götter, und Schiller wird erklären, was Zeus für den Dichter bei der Verteilung der weltlichen Güter noch zu vergeben hatte. Wahrscheinlich bleibt auch Goethes Zauberlehrling 'mal wieder auf der Strecke…dies und eine Vielzahl weiterer Anekdoten aus der Literatur werden gekonnt in einer Mischung aus Lesung uns Schauspiel vorgetragen.
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