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| Pressemitteilung vom 16. Februar 2011 |
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Erneut erfolgreiches Förderjahr – wieder hohe Fördersumme für Dorferneuerung und Regionalentwicklung im Landkreis Kassel Kreis Kassel. „2010 war erneut ein erfolgreiches Jahr für Dorferneuerung und Regionalentwicklung im Landkreis Kassel – trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir die Zahl der Förderprojekte im Landkreis auf hohem Niveau stabilisieren können“, zieht Landrat Uwe Schmidt Bilanz der Fördermaßnahmen für Dorferneuerung und Regionalentwicklung im zurückliegenden Jahr. Es sei wieder gelungen, alle bis zur Bewilligungsreife bearbeiteten Anträge auch zu fördern. Schmidt: „Das ist der guten Vorarbeit durch das Amt für den ländlichen Raum und den Verein Region Kassel-Land zu verdanken“. Unter „schwierigen Rahmenbedingungen“ seien die Probleme bei den Komplementärmitteln zu den Fördertöpfen von Land und Europäischer Union zu verstehen, erläutert der Landrat weiter: „Es gibt Kommunen, die aufgrund ihres Defizits und der problematischen Perspektive des Haushalts keine Eigenmittel mehr für die Finanzierung von Projekten im Rahmen der Regionalentwicklung aufbringen können“. Auch bei den privaten Maßnahmen mache sich fehlendes Eigenkapital bei den Antragstellern negativ bemerkbar. Schmidt: „Für beide Bereiche gilt, dass eine Beratung durch die Förderexperten des Amtes für den ländlichen Raum und des Vereins Region Kassel-Land e.V. auf jeden Fall sinnvoll ist“. Es stelle sich in der Regel erst in der Beratung heraus, welche Realisierungschancen ein Antrag hat. Diese kostenfreie Möglichkeit sollte sowohl in der Dorferneuerung wie in der Regionalentwicklung genutzt werden.
„Die Notwendigkeit in die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums zu investieren, wird in den nächsten Jahren eher noch zunehmen“, betont Landrat Schmidt. Er habe sich gegenüber dem Hessischen Wirtschaftsminister Dieter Posch in der Vergangenheit für eine Aufrechterhaltung der Fördermittel des Landes und eine Flexibilisierung der Förderinstrumentarien eingesetzt. Schmidt: „Staatsminister Posch und ich sind uns da weitgehend einig: Die Fördermittel der Regionalentwicklung und der Dorferneuerung sind aktive Wirtschaftsförderung für die kleineren Städte und Gemeinden in den Regionen Hessens“. Hier zu sparen, sei der falsche Weg und verstärke die negativen Folgen des demographischen Wandels.
Im vergangenen Jahr konnten durch den Landrat und das Amt für den ländlichen Raum Förderbescheide in Höhe von etwas mehr als 1,25 Millionen Euro übergeben werden. „Das ist im Vergleich zu anderen hessischen Region wieder ein guter Wert“, informiert Schmidt. Zwar liege der Wert unter den Zahlen der vergangenen Jahre – 2008 war der bisherige Spitzenwert von rund 2 Millionen Euro Fördermitteln erreicht worden – mit Blick auf die dargestellten Problemlagen sei die Förderhöhe aber „vorzeigbar“. Der Großteil des Geldes (503.300 Euro) floss 2010 in insgesamt 23 öffentliche Dorferneuerungsmaßnahmen in Stadt- und Ortsteilen im Kreis, 385.677 Euro gingen an 40 Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung, die von Privaten durchgeführt wurden. 363.820 Euro erhielten 15 Regionalentwicklungsprojekte von privaten und öffentlichen Trägern.
Gerade im öffentlichen Bereich sei 2010 wieder eine Reihe von Großmaßnahmen gefördert worden, erläutert Peter Nissen, Abteilungsleiter Dorf- und Regionalentwicklung im Amt für den ländlichen Raum Hofgeismar. Beispielhaft nennt er den Dorfplatz in Fuldabrück-Dörnhagen (120.000 Euro), den Dorfgarten in Breuna (Fördersumme: 99.824 Euro), die Umgestaltung des Kirchplatzes in Naumburg-Elbenberg (73.421 Euro) und der Bau einer Skater- und Trailfläche in Oberweser-Heisebeck (51.630 Euro).
Schmidt: „Diese Beispiele zeigen die gesamte Bandbreite der geförderten Maßnahmen“. Es sei kein Zufall, dass die Neunutzung vorhandener Flächen in der Ortsmitte im Mittelpunkt der Fördermaßnahmen steht. „Der Wunsch der Bevölkerung nach mehr Freiraum und Begegnungsmöglichkeiten in den Ortskernen und die Haltung der Denkmalschutzbehörden, die auch einen Abriss eines nicht mehr zu rettenden Gebäudes ermöglicht, spiegeln sich in den Zahlen wieder“, so der Landrat weiter. Die Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden gestalte sich zunehmend positiv, ergänzen übereinstimmend der Naumburger Bürgermeister Stefan Hable und Christian Primus, Leiter des Amtes für den ländlichen Raum. „Es war eine gute Entscheidung, die untere Denkmalschutzbehörde in mein Amt zu integrieren – so können wir uns früh in Zweifelsfragen abstimmen“, so Primus weiter.
„Mit den Förderzusagen in der Dorferneuerung und der Regionalentwicklung konnten im privaten und öffentlichen Bereich insgesamt Investitionen in Höhe von knapp 3,6 Millionen Euro realisiert werden“, freut sich Landrat Schmidt. Die von den Mitarbeitern des kreiseigenen Amtes in Hofgeismar betreuten Maßnahmen in öffentlicher und privater Trägerschaft hätten so dazu beigetragen, Arbeitsplätze und Beschäftigung in Handwerk und Gewerbe vor Ort zu sichern. In der Regel wurden die Aufträge von regionalen Handwerksfirmen ausgeführt. Gerade im privaten Bereich sei die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Förderprogramme am größten. Abteilungsleiter Nissen weist Interessenten darauf hin, am besten bis zum Frühjahr Anträge zu stellen, um so eine gute Chance für eine Bewilligung in 2011 zu haben.
Obwohl in der Höhe der Förderung geringer, könne auch in der Regionalentwicklung auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt werden. „Wir sind mitten in der noch bis zum Jahr 2013 laufenden Förderperiode – mit 363.820 Euro Fördermitteln für 15 öffentliche und private Projekte konnten Investitionen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro ausgelöst werden“, zieht auch Regionalmanagerin Ute Raband vom Verein Region Kassel-Land e.V. eine zufriedene Bilanz. Raband: „Das größte Projekt ist der Habichtswaldsteig mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 318.163 Euro – das zeigt, dass der Schwerpunkt der Fördermaßnahmen eindeutig im Tourismus liegt“. Auch für die Regionalentwicklung gelte, dass Förderanträge möglichst bald gestellt werden sollten – besonders arbeitsplatzschaffende Maßnahmen würden vorrangig berücksichtigt, so die Regionalmanagerin weiter. Das Beispiel des im April startenden Bett & Bike-Angebots von Chris Bekkers und Roland Derks zeige, dass mit den Fördermitteln „vieles möglich sei“. Besonders stolz war der Vorsitzende des Vereins Region Kassel-Land e.V., der Wolfhager Bürgermeister Reinhard Schaake, dass es gelungen sein, mit der Region „Casseler Bergland“ hessenweit den ersten Platz der Förderregionen außerhalb von LEADER-Gebieten zu erreichen und mit der LEADER-Region „KulturLandschaft HessenSpitze“ Platz 2 in Hessen.
Nissens Abteilung in der Manteuffel-Anlage in Hofgeismar steuert zusammen mit dem Verein Region Kassel-Land e.V. die Projekte der Regionalentwicklung im Kreis und koordiniert die Dorferneuerung in den zur Zeit 14 Stadt- und Ortsteilen im Landkreis Kassel, die am Dorferneuerungsprogramm teilnehmen. Sämtliche Förder- und Auszahlungsanträge werden dort bearbeitet sowie Entwicklungsprozesse im privaten und öffentlichen Bereich initiiert.
Ansprechpartner für alle Fragen rund um das hessische Dorferneuerungsprogramm und für den Bereich ländliche Regionalentwicklung ist das Amt für den ländlichen Raum im Landkreis Kassel, Manteuffel-Anlage 5 in 34369 Hofgeismar (Tel.: 05671/8001-2413), E-Mail: peter-nissen@landkreiskassel.de. Beratung für Förderanträge im Bereich Regionalentwicklung für die Förderregionen „Casseler Bergland“ (südöstlicher Landkreis) und für die LEADER-Region „KulturLandschaft HessenSpitze“ (Region Hofgeismar/Wolfhagen) gibt es beim Verein Region Kassel-Land e.V., Raiffeisenweg 2, 34466 Wolfhagen (Tel. 05692/987326-0), E-Mail: info@region-kassel-land.de. Hintergrund: Aktuell nehmen folgende Ortsteile im Landkreis Kassel am Dorferneuerungsprogramm teil: - Bad Emstal-Balhorn (bis 2018) - Breuna und Breuna-Rhöda (noch bis 2011) - Calden-Ehrsten (noch bis 2015) - Fuldatal-Simmershausen (noch bis 2016) - Grebenstein-Burguffeln (noch bis 2017) - Immenhausen-Mariendorf (noch bis 2011) - Naumburg Kernstadt und Altendorf (bis 2018) - Oberweser-Heisebeck (noch bis 2012) - Söhrewald-Wellerode (noch bis 2017) - Wolfhagen-Gasterfeld (noch bis 2017) - Wolfhagen-Wenigenhasungen (noch bis 2016) - Zierenberg-Burghasungen (noch bis 2014) Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten: Bett und Bike |
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