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Pressemitteilung vom
17. Februar 2011
Multinationale Schulsozialarbeit an der Willy-Brandt-Schule zeigt Erfolge
Region Kassel.

„Unser auf die besonderen Bedürfnisse der Schüler in den Berufsvorbereitungsjahren zugeschnittenes Konzept zur Verbesserung der Chancen der Jugendlichen in der Schule und auf dem Ausbildungsmarkt zeigt erste Erfolge“, bilanziert Markus Sennhenn, Schulsozialarbeiter an der Willy-Brandt-Schule in Kassel-Oberzwehren. Es sei gelungen, dass die teilnehmenden Schüler durch unterschiedliche Maßnahmen besser integriert sind. Sennhenn: „Außerdem haben wir die Kooperation in der Gruppe gesteigert und dadurch eine Grundlage für das Erreichen des Hauptschulabschlusses geschaffen“.

Die zwölf Schüler der Klasse 10a des Berufsvorbereitungsjahres an der Kreisberufsschule kommen aus sieben verschiedenen Ländern und leben in Baunatal, Lohfelden, Fuldatal und Kassel. „Unser Ansatz ist es, zusammen mit Klassenlehrer Veid Suloski die Deutsch- und Mathematikkenntnisse der Schüler zu verbessern, da Defizite in diesem Bereich einer beruflichen Perspektive entgegenstehen“. Während die Vermittlung der Unterrichtsinhalte Sache der Lehrer sei, unterstützt die Schulsozialarbeit die pädagogischen Bemühungen durch Angebote aus dem Themenfeld Soziales Lernen. Sennhenn: „In der täglichen Arbeit stellt man immer wieder fest, dass es im Kommunikationsverhalten und in der Bereitschaft zur Kooperation in Klassen, die sich aus unterschiedlichen Nationalitäten zusammensetzen Probleme gibt – hier setzt Schulsozialarbeit an“.

Den Schülern sei es eher fremd, als Klasse zusammenzuarbeiten, Gruppenbildungen aufzubrechen und sich auch außerhalb der Schule zum Beispiel in Sportvereinen zu  engagieren.

Schulsozialarbeit leiste in diesem Zusammenhang auch Hilfestellung für Alltagsprobleme der Jugendlichen, so Sennhenn weiter: „Diese Unterstützung hilft dabei, Problemlösungskompetenz und damit auch Selbständigkeit zu entwickeln“.

Als nächstes Projekt stehe ein dreiwöchiges Berufspraktikum vom 21. Februar bis 11. März auf dem Programm. „Bei der Vorbereitung arbeiten Schule und Schulsozialarbeit eng zusammen“, berichtet Sennhenn. Klassenlehrer Suloski und Schulsozialarbeiter Sennhenn werben dafür, dass Betriebe noch Praktikumplätze zur Verfügung stellen. „Noch besser wäre es natürlich, wenn sich daraus auch die Chance auf einen Ausbildungsplatz entwickeln könnte“, betont Suloski. Gemeinsames Ziel von Schulsozialarbeit und Schule sei, dass jeder Schüler eine Anschlussperspektive nach Abschluss des Berufsvorbereitungsjahres im Sommer erhält.

 

Hintergrund:

Der Kreistag des Landkreises Kassel hatte im März 2005 ein Rahmenkonzept für Schulsozialarbeit und Kooperation von Jugendhilfe und Schule im Landkreis Kassel beschlossen. Mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 wurde damit unter bestimmten Voraussetzungen an allen Schulen des Sekundarbereichs I sowie an Berufs- und  einigen Grundschulen Schulsozialarbeit im Landkreis Kassel ermöglicht. Im Februar 2008 beschloss der Kreistag, dass die Schulsozialarbeit ausschließlich über die von den kreisangehörigen Kommunen an den Kreis abzuführende Schulumlage finanziert wird. Aktuell gibt es Schulsozialarbeit an 26 Schulen im Landkreis – die jeweiligen Schulsozialarbeiter sind entweder bei der kreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft (AGiL), freien Trägern, einer Gemeinde sowie in einem Fall beim Landkreis Kassel selbst beschäftigt. Die fachliche Verantwortung liegt beim Landkreis Kassel. Die Kosten für die Schulsozialarbeit belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

Die Willy-Brandt-Schule in Kassel-Oberzwehren ist eine der beiden beruflichen Schulen des Landkreises Kassel. Zum Angebot der Schule für die aktuell rund 1.500 Schüler in 90 Klassen gehören die Bildungsgänge Berufsgrundbildungsjahr in der Fachrichtung Ernährung/Hauswirtschaft, Berufsvorbereitungsjahr in den Fachrichtungen Metalltechnik, Holztechnik und Ernährung/Hauswirtschaft, Programme zur Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt (EIBE) in sechs verschiedenen Fachrichtungen, Berufsschule mit den Schwerpunkten Medizinberufe sowie Gärtner/Floristik/Landschaftsbau, zweijährige Berufsfachschule in den Berufsfeldern Ernährung/Hauswirtschaft, sozialpflegerische und sozialpädagogische Berufe, medizinisch-technische und krankenpflegerische Berufe sowie Fachoberschule in den Fachrichtungen Gesundheit und Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Agrarwirtschaft. Außerdem ist an der Willy-Brandt-Schule eine Schule für Pharmazeutisch-Technische Assistenten der Arbeitsförderung im Landkreis Kassel gGmbH angegliedert.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:


Schulsozialarbeit Willy-Brandt 003
Auf den Fotos sieht man Markus Sennhenn und die Klasse 10 A im Berufsvorbereitungsjahr.


Schulsozialarbeit Willy-Brandt 004



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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
Handy: 0173/4663794
E-Mail: pressestelle@landkreiskassel.de
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