Arbeitsgruppe „Grundwasser“ konstituiert
Beigeordneter Holger Platz leitet neues Gremium
Unter Leitung des Beigeordneten für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz fand am vorgestrigen Montag die konstituierende Sitzung der neuen Arbeitsgruppe „Grundwasser“ statt. Ziel ist die konkrete Ermittlung der Ursachen für die großflächigen Vernässungen in einigen Stadtteilen und die Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten zur Verhinderung von Schäden an Gebäuden und Grundstücken.
Zur Arbeitsgruppe gehören Vertreter der Stadtverwaltung, der Stadtratsfraktionen, der Ortschaften Pechau, Randau-Calenberge und Beyendorf-Sohlen, der Unterhaltungsverbände „Ehle/Ihle“, „Untere Ohre“ und „Elbaue“, des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, der Städtischen Werke Magdeburg und der Eigentümerschutzgemeinschaft „Haus und Grund“.
Hauptthema auf der konstituierenden Sitzung war die Grundwassersituation in Ostelbien und der geplante Ausbau des Furtlakengrabensystems. Das neue Grabensystem soll die Polder nördlich und südlich der B1 entlasten. Dort steigt der Grundwasserpegel bei Hochwasserständen der Elbe sehr stark an, was zum Vernässen der Flächen und zu Wassereinbrüchen in Wohngebäuden führen kann.
„Diese Vernässungen werden dem Grunde nach auch in Zukunft nicht zu vermeiden sein“, so der Beigeordnete Holger Platz. „Jedoch soll über ein Grabensystem das Wasser in Richtung Umflutkanal abgeleitet werden, wenn das Elbhochwasser abgesunken ist. Am dortigen Steingrabensiel ist der Bau eines Schöpfwerkes vorgesehen, damit das Wasser auch bei geschlossenem Siel abgeführt werden kann.“
Die neue Arbeitsgruppe erfasst außerdem alle gemeldeten und bekannten Flächen, die vom Grundwasser betroffen sind. Mit Unterstützung der Unterhaltungsverbände und des gewässerkundlichen Landesdienstes soll eine Auswertung und Ermittlung möglicher Ursachen des erhöhten Grundwasserspiegels auch für den westelbischen Bereich der Stadt vorgenommen werden.
Hohe Grundwasserstände führen derzeit in weiten Teilen Sachsen-Anhalts und auch in der Landeshauptstadt Magdeburg zu erheblichen Problemen für Landwirtschaft sowie gewerbliche und private Grundstücke.
Die nächste Beratung der neuen Arbeitsgruppe „Grundwasser“ ist für Mai 2011 geplant.
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