Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer trug sich ins Gästebuch der Landeshauptstadt ein
Magdeburg ist letzte Station seiner Abschiedsreise
Neun Jahre lang hat er von Magdeburg aus die Geschicke Sachsen Anhalts gelenkt. Da wundert es nicht, dass der noch amtierende Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer die Ottostadt als Schlusspunkt seiner Abschiedsreise auswählte. In Magdeburg trug er sich heute in das Gästebuch der Stadt ein und kam zu Gesprächen mit Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und den Beigeordneten der Stadt zusammen.
Auf dem Programm des Ministerpräsidenten stehen heute außerdem noch Gespräche mit Unternehmern und der Besuch einer Aufführung von Verdis „La Traviata“ im Magdeburger Opernhaus.
Der promovierte Mediziner Böhmer war bis 1991 Chefarzt im Krankenhaus Paul-Gerhardt-Stift in Wittenberg. Seine politische Karriere begann direkt nach der politischen Wende mit dem Einzug als CDU-Abgeordneter in den Landtag von Sachsen-Anhalt. Am 16. Mai 2002 wurde Böhmer zum 5. Ministerpräsidenten des Landes gewählt. Von allen seit 1990 amtierenden Ministerpräsidenten blieb er am längsten im Amt.
Zum Abschluss seiner neunjährigen Amtszeit besuchte Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer in den vergangenen Tagen noch einmal alle Landkreise und kreisfreien Städte Sachsen-Anhalts. Der Ministerpräsident kam dabei u. a. mit Landräten und hauptamtlichen Bürgermeistern sowie mit Vertretern der Wirtschaft zusammen. Böhmer nutzte die Reise aber auch, um sich von den Bürgerinnen und Bürgern des Landes zu verabschieden. Außerdem bedankte er sich bei den Verantwortlichen in Kommunen, Unternehmen und Einrichtungen für die gute Zusammenarbeit.
In das Goldene Buch der Stadt Magdeburg hatte sich der Ministerpräsident bereits 2005 eingetragen.
Hintergrund
Das Gästebuch der Landeshauptstadt Magdeburg existiert seit November 2002. In das Gästebuch tragen sich repräsentative Besucher der Stadt wie Diplomaten, Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Sport sowie hochrangige in- und ausländische Gäste ein. Unter den Gästen, die ihren Besuch in Magdeburg auf diese Weise dokumentierten, waren unter anderem der Boxer Sven Ottke, Ernest Kan und seine Frau Ana, die ihre Familien durch den Holocaust verloren, der ungarische Schriftsteller Ivan Ivanji, der in Magdeburg-Rothensee im Konzentrationslager „Magda“ interniert war, Senatoren aus den USA, Vertreter der deutsch-arabischen Wirtschaftskonferenz, ehemalige Magdeburger jüdischer Herkunft, Sportler und Künstler.
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