Kreis Steinfurt. Große Sorge um die hausärztliche Notfallversorgung der Patienten im Kreis Steinfurt haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kommunalen Gesundheits- und Pflegekonferenz – „dies insbesondere dann, wenn der Arzt zu einem Hausbesuch kommen soll", so der Tenor der jüngsten Sitzung. Seit dem 1. Februar ist die Patientenversorgung zu sprechstundenfreien Zeiten neu organisiert. Telefonate von hilfesuchenden Personen gehen an ein Callcenter in Duisburg. Frank Vossen, Notdienstbeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), berichtete in der Konferenz, dass die dortigen Telefonisten ohne Ortskenntnisse und ohne medizinische Vorbildung einer Vielzahl von notdienstleistenden Ärzten die Einsätze zuordnen würden - in einem Bereich zwischen Hopsten und Hamm. Das führe dazu, so Vossen, dass übermäßig lange Fahrzeiten und damit große Wartezeiten von mehreren Stunden für die Patienten entstünden. Die Gesundheitskonferenz sprach sich dafür aus, dass das System sofort umgestellt wird. Es muss gewährleistet sein, dass der Patient direkt den notdienstleistenden Arzt anrufen kann, um zunächst seine Beschwerden einem fachlich versierten Partner schildern zu können, so die Forderung. Sollte sich daraus die Notwendigkeit eines Hausbesuches ergeben, müsse dieser ortsnah organisiert werden, damit schnelle Hilfe geleistet werden könne. „Die Zwischenschaltung des Callcenters muss sofort beendet werden!"