Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Kassel - nachhaltige Wirtschaftsentwicklung durch Klimaschutz

11. Mai 2011.

Die Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes hat die Stadt Kassel jetzt mit Unterstützung der Klima und Energieeffizienz Agentur KEEA in Angriff genommen und damit ein wichtiges städtisches Zukunftsprojekt gestartet. „Damit sollen die Chancen zur Erhöhung der Lebensqualität und zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung durch Klimaschutzmaßnahmen - unter anderem effiziente Energieverwendung und Nutzung Erneuerbaren Energien - aufgezeigt werden. Die Konzeptentwicklung soll die vielfältig vorhandenen Initiativen und Aktivitäten in diesem Bereich aufgreifen und stärken, aber auch neue Handlungsmöglichkeiten heraus arbeiten“, sagte Stadtrat Dr. Joachim Lohse. Das Projekt hat eine Laufzeit von einem Jahr, die Gesamtkosten betragen 191.000 Euro. Die Entwicklung des Konzeptes wird aus Mitteln des Bundesumweltministeriums in Höhe von 114.000 Euro bezuschusst. Das Klimaschutzkonzept soll nicht nur darstellen, welche konkreten Maßnahmen in welchem Umfang zur Verminderung von CO2-Emissionen beitragen können, sondern auch die Möglichkeiten aufzeigen, wie Klimaschutz als wichtiger Entwicklungsmotor für die lokale und regionale Wirtschaft genutzt werden kann. Während das Geld, das für die kontinuierlich steigenden Energiekosten aufgewandt werden muss, nur zu einem geringen Teil in der Stadt bleibt und damit dem Wirtschaftskreislauf dauerhaft entzogen ist, kommen Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen zu Gute, schaffen und sichern langfristig Arbeitsplätze in Kassel und Umgebung. „Die Reduktion des Energieverbrauchs von Gebäuden ist in diesem Zusammenhand ein wichtiger Baustein, wodurch besonders lokale Handwerksbetriebe vom Klimaschutz profitieren können“, so Lohse. Aber auch für Hausbesitzer und Mieter ergeben sich durch kalkulierbare Energiekosten langfristige Vorteile. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer kurz-, mittel- und langfristigen Strategie zur Reduktion des Klimagases CO2 im Stadtgebiet, besonders durch die effizientere Verwendung von Energie und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Aber auch die Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten ist ein wichtiger Aspekt zur langfristigen kommunalen Daseinsvorsorge in Kassel. Durch den Prozess der Entwicklung des integrierten Klimaschutzkonzeptes sollen umsetzbare Projekte und Maßnahmen in den Bereichen Energieeinsparung, Erneuerbare Energien, Verkehr und Nutzerverhalten entwickelt werden, die Wege aufzeigen, wie Kasseler Bürgerinnen und Bürger sich konkret für den Klimaschutz engagieren und somit zur Zukunftssicherung ihrer Stadt beitragen können. Die Klimaschutzmaßnahmen werden besonders in Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten und Bewohnern der Stadtteile Kirchditmold, Unterneustadt und Bettenhausen in Workshops und Bürgerveranstaltungen entwickelt. Darüber hinaus ist die Mitwirkung von allen Bürgerinnen und Bürgern Kassels vorgesehen und gewünscht. Bei Rückfragen steht das Referat für Klima und Energie im Umwelt- und Gartenamt der Telefonnummer 7 87-31 21 oder E-Mail klimaschutz@stadt-kassel.de zur Verfügung.

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