17. Mai 2011.
Durch den Umbau des Altmarkts zu einem zeitgemäßen Verkehrsknotenpunkt werden für Kraftfahrzeuge, Straßenbahnen und Busse im Vergleich zur heutigen Situation nur geringe Verschiebungen eintreten. Die Qualität der Verkehrssituation wird auf dem heutigen Stand erhalten, wobei Planungsgrundsatz die Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer war.
Eine hohe Priorität hat beim Umbau der ebenerdige Zugang zum Finanzdienstleistungszentrum am Altmarkt, die barrierefreie Überquerung der vielbefahrenen Kreuzung für Fußgänger sowie die mobilitätsbehindertengerechte Erreichbarkeit der ÖPNV-Haltestellen. Zurzeit ist es für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen nicht möglich, die Haltestellen überirdisch und direkt zu erreichen, sie müssen den Weg über Fußgängertunnel nehmen. Gerade in den Nachtstunden und der dunklen Jahreszeit sind die Unterführungen nicht nur Barrieren, sondern auch Gefahrenpunkte, da hier eine soziale Kontrolle kaum möglich ist.
Ein weiteres Augenmerk liegt ferner auf den unentbehrlichen, weil zeitgemäßen Verbesserungen für den Radverkehr, der zukünftig eine eindeutige und damit sichere Führung mit akzeptablen Wartezeiten haben wird.
Damit widerspricht die Stadt Kassel den Darstellungen in der örtlichen Tagespresse, die auf überholtem Datenmaterial basiert. Dort war Grundlage der Berichterstattung eine nicht mehr aktuelle Studie der Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH (Aalen/Stuttgart) aus dem Jahr 2008.
Eine aktuellere Auswertung der Verkehrsbezüge nach der Neuorganisation der gesamten Verkehrsführung am Altmarkt unter Berücksichtigung vorhandener und zukünftiger Verkehrsabläufe geben indes die „Ergänzenden Betrachtungen“ zu der Verkehrsuntersuchung Altmark mit Stand November 2009, ebenfalls erstellt durch die Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH. Im Ergebnis wird festgestellt, dass die geplante Umbauvariante des Altmarkts den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen möglichst ausgewogen gerecht wird. Einerseits werde der Kfz-Verkehr mit möglichst geringen Wartezeiten abgewickelt, andererseits sichere Radverkehrsführungen und direkte, ebenerdige und barrierefreie Querungsmöglichkeiten für etwa 97 Prozent aller Fußgänger am Knotenpunkt geschaffen.
Die ausführliche „Ergänzende Studie“ zur Verkehrsuntersuchung Altmarkt steht auch auf den Internetseiten der Stadt Kassel www.stadt-kassel.de.
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Altmarkt - Umgestaltung und Verkehrsführung (pdf, S.38-42)
Ausschnitt mit Grafiken aus einer pdf-Datei zur Umgestaltung und Verkehrsführung am Altmarkt. Inhalt hier: Mittlere Verlustzeiten vom Kraftfahrzeugverkehr und von Bus und Tram sowie mittlere Wartezeiten von Fußgängern und Radfahrern
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