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documenta-Stadt Kassel

Beiräte fordern ebenerdige Überwege am Altmarkt

25. Mai 2011. Der Behindertenbeirat der Stadt Kassel ist froh, dass die barrierefreie Umgestaltung des Altmarktes mit drei oberirdischen Querungsmöglichkeiten in diesem Jahr endlich erfolgt. Dessen Vorsitzender Helmut Ernst sagte: „Lange Jahre hat sich der Behindertenbeirat als Interessens-Vertretung der behinderten Menschen in Kassel für diese bauliche Verbesserung eingesetzt. Deshalb verurteilt er die aktuelle Einflussnahme zum jetzigen Zeitpunkt mittels Presse als einen Versuch, demokratische Mehrheitsentscheidungen des Stadtparlaments und entsprechende Übereinkünfte mit dem Land Hessen mittels Einflussnahme auf die Finanzierung zugunsten einer einseitigen und eigenen Profilierung zu torpedieren und somit die Interessen der Fußgänger und Radfahrer als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer wider denen des Straßen- und Durchgangsverkehrs unterzuordnen.“

Der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Manfred Aul, sagte: „Wer sich jetzt gegen die oberirdischen Querungsmöglichkeiten ausspricht, grenzt alle mobilitätseingeschränkten Menschen in unserer älter werdenden Gesellschaft schlichtweg aus. In der Stadt und im Landkreis Kassel leben aber insgesamt etwa 50.000 Personen mit einem Behinderungsgrad ab 50 Prozent. Für die überwiegende Anzahl von ihnen stellen die Unterführungen insbesondere am Altmarkt unüberwindliche Hindernisse dar. Zusätzlich einzubauende Aufzüge wären sicher schon bald ruiniert und unbrauchbar und stellten auch bei Betrieb einen Ort zusätzlicher Isolation und Gefährdung insbesondere für schutzbedürftige Personen wie auch für Fußgänger zu verkehrsarmen Zeiten dar.

Die Forderung nach dem Bau der barrierefreien oberirdischen Querungsmöglichkeiten wird deshalb auch vom Seniorenbeirat der Stadt Kassel unterstützt. Und beide Beiräte fordern, die barrierefreie Umgestaltung der Altmarkt-Kreuzung wie geplant in diesem Jahr durchzuführen.“



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