Der Schulentwicklungsplan der Stadt Kassel ist genehmigt - Wegen Eichendorff-Schule Kritik an Land

31. Mai 2011. Dem Schulentwicklungsplan der Stadt Kassel in der 7. Fortschreibung vom Januar 2010 hat das Hessische Kultusministerium zugestimmt. Besonders hervorgehoben sei die gute Aufarbeitung in den Bereichen Betreuungs- und Bildungsangebote, die Entwicklung der Schülerzahlen, die Übergangsquoten, die Beschreibung der Gebäude- und Raumsituation an den Schulen und die Einbeziehung der pädagogischen Konzepte und der Schulprofile, erklärte Stadträtin Anne Janz im städtischen Pressedienst. Der neu aufgenommene Medienentwicklungsplan für die Schulen werde als „beispielhaft und sehr zweckdienlich“ besonders erwähnt.

Die Zustimmung sei in einem Bereich eingeschränkt. Bei den Haupt- und Realschulen (Verbundschulen) und den Kooperativen Gesamtschulen (KGS) soll eine Teilfortschreibung bis zum 31. Dezember vorgelegt werden, in der noch einmal auf die Tatsache der rückläufigen Schülerzahlen im Rahmen des Demografischen Wandels eingegangen und entsprechend neu geplant werden muss. Dabei gehe es vor allem um die Fasanenhofschule, die Carl-Schomburg-Schule, die Schule Hegelsberg und die Joseph-von-Eichendorff-Schule, erläuterte Janz. In den angesprochenen Schulen würden die für die Schulform notwendigen Schülerzahlen in der Jahrgangsstufe 5 zum Teil erheblich unterschritten. Die Stadt werde aufgefordert, die Anzahl der Schulen bzw. die Schulformen zu überdenken.

„In diesem Zusammenhang ist es unverständlich, dass das Kultusministerium der von der Joseph-von-Eichendorff-Schule gewünschten und von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Umwandlung in eine integrierte Gesamtschule (IGS) nicht zustimmt“, meinte die Stadträtin. Ein entsprechender Erlass sei der Stadt mit Datum vom 15. April 2011 zugestellt worden. Eine IGS kann, im Gegensatz zur KGS, auch als relativ kleine Einheit noch gute und differenzierte Angebote für die Schülerinnen und Schüler machen. Schuldezernentin Janz zeigt sich empört: „Zu Beginn ihrer Amtsperiode hat die Kultusministerin noch zugesagt, dass eine Änderung der Schulform bei Einigkeit zwischen Schule, Staatlichem Schulamt und Schulträger vom Land genehmigt wird. Diese Aussage ist heute offensichtlich nichts mehr wert.“ Hier werde der Schule jede positive Entwicklungsmöglichkeit verwehrt und Schulentwicklung abgeschnitten.

In den nächsten Wochen würden in Gesprächen und Arbeitsgruppen mit den betroffenen Schulen, dem Schulverwaltungsamt und dem Staatlichen Schulamt Lösungen gesucht, die unter den Auflagen des Kultusministerium für die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, die Schulen mit ihren Kollegien und die Stadt Kassel verträglich seien. Die Teilforschreibung werde den politischen Gremien der Stadt voraussichtlich im Herbst 2011 zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt, kündigte die Stadträtin abschließend an.

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