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| Pressemitteilung vom 01. Juni 2011 |
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Verwahrlosung und Vermüllung – Fachgespräch für Beratungsstellen, Betreuer und Pflegedienste Region Kassel. Die Pflegestützpunkte von Stadt und Landkreis Kassel und das Gesundheitsamt Region Kassel laden am Dienstag, 7. Juni 2011 um 14.00 Uhr in den Saal des Hermann-Schafft-Hauses in der Wilhelmshöher Allee 19 in Kassel zu einem Fachgespräch zum Thema „Verwahrlosung und Vermüllung“ ein.
Die Veranstaltung richtet sich an Beratungsstellen, Betreuer und Pflegedienste aus Stadt und Landkreis Kassel. Dr. Markus Schimmelpfennig und Peter Hilgenberg vom Gesundheitsamt Region Kassel werden über die psychischen Hintergründe der Verwahrlosung von Haushalten sowie über die hygienischen Auswirkungen von Vermüllung informieren. Kornelia Hildebrandt vom Fachbereich Aufsicht und Ordnung der Kreisverwaltung erläutert die Eingriffsmöglichkeiten der Ordnungsämter anhand von Beispielen aus der Praxis.
Hintergrund: Die Zahl der Haushalte, die aufgrund von Verwahrlosung und Vermüllung Unterstützung benötigen, steigt. Nicht immer ist klar, welche rechtlichen Rahmenbedingungen und fachlichen Unterstützungsmöglichkeiten bestehen. Unter Vermüllung verstehen Experten die krankhafte Sammlung von Gegenständen, die dazu führt, dass nichts mehr weggeworfen wird. Im Extremfall wird der gesamte Haushalt mit Müll angefüllt. Mit diesen oder ähnlichen Situationen werden Pflegende oder Betreuende immer häufiger konfrontiert. Dabei sind nicht nur Menschen ohne Angehörige, Ausbildung, Beruf und Vermögen betroffen. Es gibt unter ihnen auch solche mit Familie einschließlich Kindern, mit solider Ausbildung einschließlich akademischer Berufe, ehemals guter Position und mit großem Vermögen, bar oder in Immobilien. Das entscheidende Lebensalter scheint nicht auf das höhere Alter beschränkt zu sein. Häufig sei es ein ernsteres Schicksal, zum Beispiel der Verlust des Lebenspartners oder die erzwungene Aufgabe des Berufs, die zur Dekompensation führt. Möglicherweise steht auch eine abnorme Trauerreaktion oder eine massive Erschütterung des Lebensstils dahinter. So katastrophal sich die Situation für den Außenstehenden, vor allem aber für Nachbarn und Angehörige auch darstellen mag, sie hat oft einen Sinn, einen psychologischen Hintergrund, den es zu erkennen, zu verstehen und zu akzeptieren gilt, will man erfolgreich eingreifen. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
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