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| Pressemitteilung vom 15. Juni 2011 |
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Keine neuen Entwicklungen bei EHEC-Fällen in der Region Region Kassel. Bei den im Zuge der Feier im niedersächsischen Uschlag an EHEC erkrankten Menschen aus der Region Kassel gibt es keine neuen Entwicklung. „Wir warten immer noch auf das Ergebnis der Typisierungsuntersuchungen – das gilt sowohl für die im Catering-Betrieb gefundenen kontaminierten Lebensmittel wie auch für die erkrankten Mitarbeiter des Betriebes“, informiert die Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel Dr. Karin Müller. Solange diese Ergebnisse nicht vorliegen, könne die Kette von der Ursprungskontamination zu den auf der Feier Erkrankten nicht zweifelsfrei geschlossen werden. „Sicher ist nur, dass zwei Lebensmittel aus dem Betrieb mit EHEC-Keimen belastet waren – ob es sich allerdings um den problematischen EHEC-Stamm O104 handelt, wissen wir noch nicht“, so Dr. Müller weiter. Da begleitende Überprüfungen der Ämter für Veterinärwesen und Verbraucherschutz in den Großmärkten der Region keine mit EHEC-Keimen belasteten Lebensmittel zu Tage gebracht haben, sei über die bundesweite Warnung vor Sprossen keine weitere Lebensmittelwarnung erforderlich. Dr. Müller weist mit Blick auf sinnvolle Vorsorgemaßnahmen in lebensmittelverarbeitenden Betrieben daraufhin, dass an EHEC Erkrankte erst nach einer gewissen Karenzzeit nach vollständigem Abklingen aller Beschwerden wieder in Kontakt mit Menschen treten sollten, die Lebensmittel außerhalb des eigenen Haushalts zubereiten. „EHEC O 104 ist auch noch nach Ende der akuten Durchfallerkrankung im Stuhl präsent – EHEC-Patienten sollten erst drei Stuhlproben ohne EHEC-Keime nachweisen können, bevor man sicher sein kann, dass sie nicht unbeabsichtigt den Keim auf Lebensmitteln und Gebrauchsgegenstände weiterverbreiten und sich so wieder andere Menschen anstecken können“, rät die Gesundheitsamtsleiterin. Der beste Schutz gegen eine EHEC-Erkrankung sei die Einhaltung der empfohlenen Hygienemaßnahmen. „Hände waschen nach der Toilette und vor dem Essen war schon immer wichtig und richtig – jetzt wird deutlich, wie sinnvoll solche einfachen Hygienemaßnahmen sind“, so Dr. Müller weiter. Auch die Inkubationszeit von bis zu zehn Tagen könne dazu führen, dass die Übertragung von EHEC-Keimen auf Lebensmittel oder Gebrauchsgegenstände vor Ausbruch der Erkrankung erfolgt. Dr. Müller: „Uns wurde heute noch ein neuer Fall aus Kassel im Zusammenhang mit der Feier in Uschlag gemeldet – damit erhöht sich die Zahl der Erkrankten mit EHEC-Symptomen hier auf 12“. Insgesamt sind damit in Stadt und Landkreis Kassel 17 Menschen mit EHEC-Erkrankung oder als EHEC-Verdachtfall registriert. Dabei gebe es vier Fälle mit hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) oder HUS-Verdacht, die allerdings alle bisher nicht lebensbedrohend verlaufen sind. Die Zahl der Neuerkrankungen nehme allerdings auch in der Region ab. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
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