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Magdeburg, 20. Juni 2011
Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch zu Besuch im Landkreis Gniezno
Zum 20. Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages

Ottostadt Magdeburg.

Magdeburgs Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch besuchte in der vergangenen Woche den polnischen  Landkreis Gniezno (dt. Gnesen). Anlass seiner Reise war das 20. Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages. Im Rahmen einer Festkonferenz hielt der Bürgermeister eine Erinnerungsrede, in der er die traditionell guten Beziehungen zwischen Gniezno und Magdeburg betonte.

Auf dem Programm standen außerdem verschiedene Vorträge und eine Ausstellung zu den deutsch-polnischen Beziehungen. Zu der Konferenz geladen hatten der Landkreis Gniezno und das Adam Mickiewicz University Institute of European Culture.

Der Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit wurde am 17. Juni 1991 in Bonn von Helmut Kohl, Hans Dietrich Genscher, Jan Krzysztof Bielecki und Krzysztof Skubiszewski unterzeichnet. Er ergänzte den im Herbst 1990 ausgehandelten deutsch-polnischen Grenzvertrag, der für die Alliierten eine Bedingung für die deutsche Wiedervereinigung war.

Beide Verträge wurden Ende 1991 von den jeweiligen Parlamenten ratifiziert und traten am 16. Januar 1992 in Kraft.

Die Stadt Magdeburg und den Landkreis Gniezno verbinden allerdings noch weit länger zurückliegende historische Ereignisse. Im Jahr 1000 empfing Boleslaw I. Chrobny, der 1025 zum ersten König von Polen gekrönt wurde, Kaiser Otto III. in Gnesen. Anlass für die Reise Otto III. war der Besuch des Grabes des Heiligen Adalbert. Der Heilige Adalbert wird in Gnesen hoch verehrt. Seine Reliquien befinden sich im Dom zu Gnesen. Adalbert Vojtechs (poln.: Wojchiech) wurde acht Jahre lang in der Domschule von Magdeburg ausgebildet. Den Namen Adalbert erhielt er vom  damaligen Erzbischof Adalbert von Magdeburg bei der zweiten durchgeführten Firmung. Der Besuch von Kaiser Otto III. in Gnesen gilt als die diplomatische Anerkennung Polens durch das Heilige Römische Reich und ging als „Akt von Gnesen“ in die Geschichte ein. Otto unterstützte auch die Ernennung Gnesens zum ersten polnischen Erzbistum. Seit dieser Zeit besteht eine besondere Verbindung zwischen Magdeburg und Gnesen.

 

In den vergangenen Jahren hatte es bereits viele freundschaftliche Kontakte und Delegationsreisen zwischen Magdeburg und dem Landkreis Gniezno gegeben. Im März 2010 unterzeichneten der Landrat des Landkreises Krzysztof Ostrowski und der Magdeburger Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch eine Absichtserklärung. Hierin wurde der Wunsch nach einem Ausbau der interkommunalen Beziehungen in den Bereichen Kultur, Bildung und Wirtschaft bekräftigt.

 

Auch die gemeinsame Geschichte und Tradition solle dabei Ausdruck finden, heißt es in der Erklärung.

 

Hintergrund

Der Landkreis Gniezno (Gnesen) ist 1254 km² groß und liegt in der Wielkopolskie Wojewodschaft - einer der größten Regionen Westpolens. Sein Gebiet umfasst 10 verschiedengroße Gemeinden. Die Kreisstadt ist Gniezno - die erste historische Hauptstadt Polens. Hier nahm der polnische Staat seinen Anfang. In Gniezno wurden die ersten fünf Könige Polens gekrönt und das erste Erzbistum gegründet.

Bis heute sind in der Region viele mehr als tausend Jahre alte sakrale und historische Denkmäler erhalten. Gniezno ist auch der Hauptanziehungspunkt einer der bekanntesten und populärsten touristischen Straßen Polens der Szlak Piastowski. Der Landkreis bietet zahlreiche sakrale Baudenkmäler, Schlösser, Landhäuser, Museen mit einzigartigen Exponaten sowie regionale Museen, die ihre regionale Tradition pflegen.



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