| [Alle Meldungen] [Medienarchiv] |
[E-Mail-Abo] [Suche] [Druckansicht] |
| Pressemitteilung vom 21. Juni 2011 |
|
Unterstützung für Schulverweigererprojekt „Zweite Chance“ Kreis Kassel. Über einen Scheck in Höhe von 3.500 Euro konnte sich Ulrike Beutnagel, Mitarbeiterin der Abteilung Jugendberufshilfe bei der gemeinnützigen Arbeitsförderungsgesellschaft im Landkreis Kassel mbH (AGiL) freuen. „Wir unterstützen mit diesem Betrag ein sehr sinnvolles Projekt, das Jugendlichen hilft, einen Schulabschluss zu erreichen“, begründet Evelin Bernhard, Vorstandsmitglied des Vereins „Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not e.V.“ die Spende.
„Wir wollen Jugendlichen, die Schwierigkeiten mit der Schule haben und deshalb häufig nicht zum Unterricht kommen, die Möglichkeit bieten, wieder Spaß am Lernen zu entwickeln“, umschreibt Beutnagel die Zielrichtung des Programms „Schulverweigerung - Die 2. Chance“. Um Schule wieder attraktiv zu machen, werden seit Frühjahr 2007 jährlich bis zu 22 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren in Kooperation mit sieben Gesamtschulen betreut. Beutnagel: „Schwerpunkt unserer Arbeit ist die individuelle Förderung, um so die Jugendlichen wieder in den Regelunterricht zu integrieren. Sobald unsere Teilnehmer wieder anfangen, Erfolge in der Schule zu haben, bauen sie Motivation und Leistungsbereitschaft auf“.
Die Schulverweigerer, die von den Schulen, der Schulsozialarbeit oder vom Jugendamt auf das Projekt hingewiesen wurden, fallen dadurch auf, dass sie häufig fehlen oder auch ganz den Unterricht fernbleiben. „Viele unsere Teilnehmer schwänzen auch passiv, das heißt, sie sind zwar körperlich in der Schule anwesend, haben aber ansonsten schon lange abgeschaltet“, ergänzt Stephan Lüders, der das Projekt ebenfalls betreut. Durch diese Verweigerungshaltung werde der Schulabschluss stark gefährdet.
„Die ganzheitliche Förderung bedeutet, dass wir die Eltern, die Schule und auch die Hilfsangebote des Jugendamtes in die Betreuung der Jugendlichen einbeziehen“, deshalb erhalten auch viele der Jugendlichen, die sich freiwillig für eine Teilnahme an dem Projekt entscheiden, Unterstützung durch das Jugendamt. Lüders: „Die finanzielle Förderung durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds, aus Bundesmitteln, die eigenen Mitteln des Landkreises und auch private Spenden ermöglichen eine über das normale Angebot des Jugendamtes hinausgehende individuelle Betreuung“.
Zum Angebot des Projektes gehören regelmäßige schulische Einzelförderung, Freizeitunternehmungen, Lerntage und speziell auf die Bedürfnisse der Schüler zugeschnittene Unterstützungsangebote. „Unsere Teilnehmer, die meistens erst 13 oder 14 Jahre alt sind, haben viel Potenzial. Das legen wir mit unseren Angeboten wieder frei“, informiert Beutnagel. Gerade in der Pubertät stünden für Jugendliche andere Fragen im Vordergrund, die bei einigen dazu führen, dass Schule und Lernen als unwichtig wahrgenommen werden. Beutnagel: „Hier setzen wir an und verdeutlichen den Jugendlichen, dass sie jetzt noch eine zweite Chance erhalten – nach Ende der Schulpflicht ist das häufig nicht mehr der Fall“.
Hintergrund: Das Programm „Schulverweigerung - Die 2. Chance“ wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Im Landkreis Kassel wird „Die 2.Chance“ vom Jugendamt des Kreises zusammen mit Zusammenarbeit mit der Jugendberufshilfe der Arbeitsförderungsgesellschaft im Landkreis Kassel (AGiL) und der Ahnatalschule, der Gesamtschule Kaufungen, der Wilhelm-Leuschner-Schule Niestetal, der Heinrich-Gruppe-Schule in Grebenstein, der Freiherr-vom-Stein-Schule in Immenhausen, der Theodor-Heuss-Schule und der Erich-Kästner-Schule in Baunatal durchgeführt. Bisher wurden in dem seit Frühjahr 2007 laufenden Projekt 83 Projektteilnehmer betreut; rund zwei Drittel wurden erfolgreich wieder in die Schule integriert. 60 Prozent der teilnehmenden Jugendlichen sind männlich. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten: Zweite Chance |
| [Zurück] |
LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
Handy: 0173/4663794
E-Mail: pressestelle@landkreiskassel.de
http://www.landkreiskassel.de
Die Pressestelle Pressestelle LANDKREIS KASSEL ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.