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Magdeburg, 23. Juni 2011
Verkehrsuntersuchung Schneidersgarten/Brunnersiedlung – Vorschläge der Bürger werden geprüft

Ottostadt Magdeburg.

 

Am 22. Juni hatte das Stadtplanungsamt zu einer Bürgerversammlung in das KJFZ „Magnet“ geladen, um die Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung zur angespannten Parksituation im Bereich Schneidersgarten/Brunnersiedlung vorzustellen. Die intensive Diskussion brachte Vorschläge, die das Stadtplanungsamt nun prüfen wird. 

 

Zunächst stellten die Mitarbeiterinnen des beauftragten Ingenieurbüros die Ergebnisse der Untersuchungen im Stadtquartier sowie Schlussfolgerungen vor. Dabei wurden vier verschiedene Alternativen eines steuernden Eingriffs zur Reduzierung des Parkdruckes vorgestellt und deren Stärken wie Schwächen erläutert. Die Vorschläge der Verkehrsplaner sehen u.a. Bewohnerparken in verschiedenen Bereichen oder die Aufstellung von Parkscheinautomaten vor. Letzteres wird von den Anwohnern – wie die Diskussion klarstellte – nicht gewünscht.

 

Die Untersuchung hatte ermittelt, dass zum 31.12.2009 insgesamt 1.497 Einwohner ihren Hauptwohnsitz im Stadtquartier hatten. Es befanden sich 846 Wohnungen im Quartier, 595 Pkw waren hier zugelassen. Demgegenüber standen zu diesem Zeitpunkt in der Summe 531 öffentliche und 207 private Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Die Vor-Ort-Erfassung hat ergeben, dass zur Nachtzeit ein weitgehend ausgeglichenes Verhältnis zwischen Stell­platzangebot und Nachfrage zur Verfügung steht. Während des Tages ist die Park­situation jedoch von Stellplatzknappheit geprägt. Hierfür wird vertiefender Untersuchungsbedarf gesehen.

 

In der Diskussion stellten verschiedene Anwohner eigene Vorschläge und Betrachtungsweisen vor. Die Vertreterin eines großen Mieters des Bürokomplexes Halberstädter Str. 42 bot weitere bilaterale Gespräche zwischen ihrem Unternehmen und der Stadtverwaltung an. Wenn alle gewerblichen Akteure des Stadtquartiers ihren Beitrag leisten würden, könnte eine deutlich wahrnehmbare Entlastung für die Bewohner im Quartier erreicht werden, so ihr Beitrag zur Debatte.

 

Ein Anwohner berichtete, dass das Landesverwaltungsamt seinen Standort Halberstädter Straße 39 geräumt hätte. Er empfiehlt, mit dem Eigentümer des Gebäudes Kontakt aufzunehmen und bis zur Wiedervermietung die Tiefgarage für andere nutzbar zu machen.

 

 

 

 

Das Stadtplanungsamt stellte klar, dass Grundstückseigentümer und Wohnungsvermieter in der Verantwortung stehen, ausreichend Stellplätze für ihre Mieter bzw. Nutzer herzustellen. Die Stadt ist nicht in der Pflicht, im öffentlichen Straßenraum Stellplätze für private Nutzer herzustellen bzw. bereitzuhalten. Gleichwohl bringt sie sich z.B. über die Verkehrsuntersuchung, die Vermittlung von Kontakten, das Anstoßen von Kooperationen sowie die Moderation von Abstimmungs­prozessen ein.

 

Das Stadtplanungsamt wird die Vorschläge prüfen. Langfristige Lösungen, wie z.B. die Einführung einer Bewohnerparkzone, erfordern Investitionen, die derzeit aufgrund der finanziellen Situation der Stadt nicht möglich sind. Als Sofortmaßnahme wurde festgelegt, dass das Ordnungsamt intensiver das Freihalten von Grundstückszufahrten und Querungsmöglichkeiten für Fußgänger kontrollieren wird.

 

 



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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