Unsanierter Abschnitt der Elbufermauer am Schleinufer wird ab Juli erneuert
Zwischen Domfelsen und Gouvernementsberg
Im kommenden Monat beginnen die Arbeiten zur Sanierung der Ufermauer zwischen Domfelsen und Gouvernementsberg. Die Baumaßnahme betrifft den letzten unsanierten Stützmauerabschnitt des vom Hochwasser 2002 geschädigten Bereiches zwischen Strombrücke und Hubbrücke. Der Vergabeausschuss des Stadtrates hat am Mittwoch der Mauerinstandsetzung zugestimmt und den Auftrag an eine Magdeburger Firma vergeben.
Diese wird umgehend mit der Bauvorbereitung beginnen, alle notwendigen Sperr- und Aufgrabegenehmigungen einholen, Nachunternehmen binden und die notwendigen Baustoffe bestellen.
Der betroffene Abschnitt der unter Denkmalschutz stehenden Ufermauer hat eine Länge von rund 175 Metern und unterliegt der Erhaltungspflicht. Das Kulturdenkmal ist aber auch Stütz- und Schutzwand für die oberhalb liegenden Bauwerke und Grundstücke, wie zum Beispiel das Eisenbahntor, die Kaiserrampe, der Elberadweg, das Schleinufer sowie anliegende Wohn- und Geschäftshäuser.
Die Sanierung wird notwendig, weil die Standsicherheit der Ufermauer durch vom Hochwasser verursachte Ausspülungen und dadurch entstehende Hohlräume gefährdet ist. Der Einwuchs von Bäumen schwächt die Standfestigkeit im Fuß und in der Wand der Ufermauer ebenfalls und beschleunigt damit erheblich den Schadensfortschritt.
Der Erhalt der Mauer mit ihrer Stütz- und Schutzfunktion soll über eine Steinpackung am Stützwandfuß gesichert werden. Steinausbrüche werden ersetzt, Fugen fachgerecht wieder hergerichtet, Risse verpresst und Hohlräume verfüllt. Die Sanierungsmaßnahmen dauern voraussichtlich bis zum Jahresende an.
Während der Bauzeit wird es Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer geben. Eine ausgeschilderte Umleitung für den Radwanderweg zwischen Gouvernementsberg und Fußgängerbrücke am Fürstenwall wird vor Beginn der Arbeiten im Juli eingerichtet.
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