Tausende Medien und Ausweise fit für RFID
04.07.2011 | Herten
Stadtbibliothek Herten zieht erste Zwischenbilanz
97.000 konvertierte Medien, 5.200 neue Leseausweise, knapp 17.600 Ausleihen in den ersten vierzehn Tagen – so lautet die Zwischenbilanz der Stadtbibliothek. Drei Wochen sind nun seit der Wiedereröffnung der Stadtbibliothek vergangen und Leiterin Cornelia Berg zieht ein erstes Fazit: „Die Selbstverbuchung läuft gut, unsere Besucher sind begeistert von der neuen Technik.“
Das selbstständige Verbuchen habe großen Zuspruch gefunden, so Cornelia Berg. „Das ist ja einfach“ lautete der einhellige Tenor über das RFID-System (Radiofrequenz-Technik). „Der Blick durch die Glasscheiben auf die neue Sortieranlage und die Bewegungen wie von Zauberhand ist von draußen und drinnen eine besondere Attraktion“, weiß die Medienexpertin.
Um die neuen Verbuchungsstationen nutzen zu können, brauchen die Bibliotheksbesucher einen neuen, auf den Stand der Technik angepassten Ausweis. Immerhin haben von insgesamt 7.367 aktiven Lesern bereits 5.207 ihren neuen Ausweis erhalten.
Auch ein Großteil der Medien ist fit für RFID. Schon 97.000 Medien wurden konvertiert, 15.000 Medien (darunter vor allem CDs, DVDs, Hörbücher, Konsolenspiele und Software) müssen noch in die Hand genommen und konvertiert, umkatalogisiert sowie umgepackt werden. Deshalb können sie leider momentan nicht zur Ausleihe angeboten werden.
Dabei handelt es sich vor allem um Medien, die in der Zeit der sechswöchigen Schließung ausgeliehen waren und erst jetzt bearbeitet werden können. In den ersten beiden Wochen sind 29.212 Bücher und Scheiben zurückgegeben worden, davon allein 6.023 am Tag der Wiedereröffnung. „Das ist beinahe das Vierfache eines normalen Tages mit durchschnittlich 1.700 Rückgaben“, weiß Cornelia Berg.
Im Gegenzug verzeichnet die Stadtbibliothek 17.588 Ausleihen für denselben Zeitraum. Auch mehr als üblich: Im Vorjahr gingen „nur“ knapp 14.000 Medieneinheiten über die Ausleihtheke.
„Überwiegend positiv“ findet die Bibliotheksleiterin auch die Selbstverbuchung. Lediglich bei der Rückgabe habe die Sortieranlage in den ersten beiden Wochen etwas gehakt. „Zum Beispiel wenn großformatige Bildbände zurückgebucht wurden“, erklärt sie. Aber das Problem konnte schnell behoben werden: Die Anlage wurde nachjustiert und läuft seit vergangener Woche weitgehend reibungslos.
Einziger Wermutstropfen: Die Außenrückgabe kann noch nicht genutzt werden. „Leider hat der Automat nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben“, bedauern die EDV-Kolleginnen Eva Beck und Isabel Schneider. Techniker der Firma suchen derzeit nach dem Fehler und beheben diesen schnellstmöglich.
Sorgen, dass die automatisierte Technik Arbeitsplätze in der Bibliothek ersetzt, sind übrigens unberechtigt. Alle Stellen bleiben erhalten. Dafür haben die Mitarbeiter ab dem neuen Schuljahr mehr Zeit, die hohe Nachfrage an Klassenführungen zu bewältigen.
Die Angestellten wünschen sich im Moment natürlich noch zwölf Arme gleichzeitig, um zu erklären, zu helfen und hinter den Kulissen die zurückgekommenen Scheiben umzuarbeiten. Doch so langsam sei Land in Sicht, ist sich Cornelia Berg sicher: „Mit jedem Tag stellt sich mehr Routine und Gelassenheit ein.“
Pressekontakt: Pressestelle, Ramona Hoffmann (Volontärin) Telefon (0 23 66) 30 32 27 E-Mail: r.hoffmann@herten.de



