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| Pressemitteilung vom 08. Juli 2011 |
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Zwei Projekte zum Abschluss der Dorferneuerung in Mariendorf Immenhausen. Die Kirche im Dorf lassen wollten die Mariendörfer schon immer – zum Abschluss der Dorferneuerung erhält der Dorfplatz vor der Kirche nun auch noch ein vollständig neues Aussehen. „Die Mariendorfer können sich auf eine völlig neu gestaltete Dorfmitte freuen“, kündigt Vizelandrätin Susanne Selbert bei einem Besuch im Immenhäuser Stadtteil an. Insgesamt 204.000 Euro fließen bis zum Juni 2012 in die Neugestaltung des Dorfmittelpunkts – davon 146.187 Euro Zuschuss des Landes Hessen. Selbert: „Das ist eine stolze Summe – aber ich weiß, dass man in Mariendorf damit auch etwas sinnvolles umsetzen wird“.
Der Siedlungsplan des Hugenottendorfes Mariendorf ist in Form eines lateinischen Kreuzes angelegt. An der heutigen Dorfstraße und der rechtwinklig dazu verlaufenden Quer-Achse zwischen Kirche und zwei parallel verlaufenden Straßenzügen lässt sich dies auch heute noch gut nachvollziehen. Nicht mehr vorhanden sind ein Backhaus und eine Schule unterhalb der Kirche – allerdings lässt sich die Verbindung Schule – Backhaus – Kirche als „Geist-Leib-Seele-Achse“ auch heute noch gut erkennen. Selbert: „Diese hugenottische Siedlungsanlage aus dem 17. Jahrhundert prägt Mariendorf noch heute“. Wie so oft haben die Bedürfnisse des heutigen Verkehrs die alten Wegebeziehungen zerschnitten. Die für die Ortsdurchfahrt ausgebaute Dorfstraße zerschneidet die Querachse zwischen Kirche und ehemaliger Schule. In der Dorfmitte gibt es keine Sitzmöglichkeiten und der vorherrschende Asphalt lädt nicht zum Verweilen ein.
„Hier setzt die Neugestaltung an – Mariendorf soll wieder einen Dorfmittelpunkt erhalten, wo man sich gern aufhält, wo man Feste feiern kann und einfach auch mal nur schnuddeln“, so die Vizelandrätin weiter. Auch die alte „Geist-Leib-Seele-Achse“ des Planers du Ry soll wieder sichtbar gemacht werden. Eine weitere Veränderung betrifft die Erneuerung des Fußweges „Roulette“, der neben der Kirche und dem Friedhof verläuft. Um mit dem Asphalt aufzuräumen, wird dieser in den Gehweg- und Platzflächen durch Pflaster ersetzt. Schließlich wird auch die Aussegnungshalle auf dem Friedhof um einen Sanitärbereich erweitert.
„Mit dem Eco Pfad in Mariendorf wird die hugenottische Geschichte bereits erzählt – jetzt kommt das gestalterische Erbe dieser Zeit auch wieder im Ortsbild zu tragen“, erläutert Selbert. Historische Bezüge wieder sichtbar zu machen, sei häufig ein Thema in größeren Städten. Selbert: „In Mariendorf zeigt sich, dass dies auch ein wichtiges Thema für den ländlichen Raum ist“. Wieder Unverwechselbarkeit herzustellen sei ein nicht zu unterschätzender Bestandteil von Lebens- und Wohnqualität und trage so auch zur Attraktivität von Mariendorf bei. „Besonders gut ist, dass diese mehr theoretischen Überlegungen dann auch noch einen praktischen Nutzwert haben“, würdigt Selbert abschließend die letzte große Maßnahme der Dorferneuerung in Mariendorf. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten: Dorfmitte Mariendorf |
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LANDKREIS KASSEL
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Harald Kühlborn
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