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Magdeburg, 20. Juli 2011
Masterplan „Wissenschaftshafen“ ist „Blaupause“ für weitere Investitionen
Rahmen für städtebauliche Entwicklung abgesteckt

Ottostadt Magdeburg.

 

 

Aus dem einstigen Handelshafen im Norden Magdeburgs wird ein „Wissenschaftshafen“. Mit Denkfabrik, virtuellem Trainingszentrum und Elbe-Office sind die ersten Pflöcke auf dem Weg dahin unübersehbar eingeschlagen. Jetzt liegt der  „Masterplan Wissenschaftshafen“ vor. Er setzt den Rahmen für die weitere städtebauliche Qualifizierung des Areals und macht Vorschläge, wie die Verknüpfung mit der Universität gelingen kann.

 

Ziel des Masterplanes ist es, ein urbanes Quartier an der Elbe zu schaffen als Zentrum für Wissenschaft und Forschung, gemischt mit Flächen für Wohnen, Freizeit, Tourismus und Versorgungseinrichtungen. Der Masterplan ist ein informelles Planungsinstrument, das die Potenziale im Gebiet des ehemaligen Handelshafens ausloten und Perspektiven aufzeigen soll. Daneben dient er zur Hilfe bei der Suche nach Investoren und bei der Beteiligung der Öffentlichkeit. Mit dem Masterplan wird Politik und Verwaltung ein Instrument an die Hand gegeben, das als Handlungsrahmen für direkte und schnelle Entscheidungen dient. Er ist Grundlage für Bebauungspläne, die in Abstimmung mit potenziellen Investoren entwickelt werden. Erst dadurch wird er zu verbindlichem Planrecht und erst dann sind finanzielle Auswirkungen bilanzierbar.

 

Folgende Detailziele sollen mit dem Masterplan umgesetzt werden:

-          Universität und Wissenschaftshafen sollen durch die Gestaltung eines gemeinsamen Eingangsbereiches miteinander verknüpft werden

-          600 Menschen sollen dort perspektivisch wohnen und 4.000 Menschen arbeiten

-          der Hafenbereich soll belebt werden und die Stadt an die Elbe heranrücken

-          die Stadt will insbesondere die alternative Mobilität (ÖPNV, Rad- und Fußgängerverkehr) fördern.

 

Zur Umsetzung dieser Ziele enthält der Masterplan verschiedene Konzepte, z.B. ein Bebauungskonzept, ein Nutzungskonzept und ein Freiraumkonzept. Das Bebauungskonzept enthält Vorschläge zu Geschosshöhen, Baulinien und Raumkanten sowie zur Anordnung öffentlicher Freiräume. Genutzt werden sollen die Gebäude überwiegend für wissenschaftliche Einrichtungen, flankierend dazu sind Wohnen, Gewerbe, Gastronomie, Kultur und Erholung vorgesehen - das Nutzungskonzept macht Vorschläge, wie diese Funktionen im Gebiet angeordnet werden könnten. Das Freiraumkonzept entwirft begleitende Grünflächen, Promenaden sowie die Übergänge zum Elbufer. Ein Erschließungskonzept befasst sich mit Fragen der Verkehrsorganisation, der Schaffung von Wegen und Brücken sowie Parkmöglichkeiten. Grundziel ist dabei die Verringerung des motorisierten Individualverkehrs und die Stärkung der alternativen Mobilität.

 

 

 

Hintergrund:

Zur städtebaulichen Qualifizierung des Wissenschaftshafens und der Verknüpfung mit der Universität erfolgte 2009 ein internationaler städtebaulicher und freiraumplanerischer Wettbewerb. Wettbewerbssieger waren das Berliner Architekturbüro SMAQ sowie das Büro HL-Landschaftsarchitekten (SMAQ/HL), die anschließend im Rahmen des Europäischen Förderprogramms REDIS mit der Erstellung eines Masterplans beauftragt wurden.

 

Im Rahmen von REDIS (Restructuring Districts Into Sciencequarters) hat es einen Ideenaustausch in einem europäischen Netzwerk von Wissenschaftsstädten gegeben. Unter der Führung der Landeshauptstadt Magdeburg haben sich die Städte:

  • Aarhus (Dänemark)
  • Bialystok (Polen)
  • Halle (Deutschland)
  • Manresa (Spanien)
  • Newcastle (Großbrittanien)
  • Piraeus (Griechenland)
  • Wien (Österreich)

mit der Frage beschäftigt, wie vormals anderweitig genutzte Stadtareale in Wissenschaftsquartiere umgewandelt werden können. Der Ideen- und Erfahrungsaustausch auf europäischer Ebene hat der Entwicklung des Magdeburger Wissenschaftshafens wichtige Impulse verliehen.

 

 

 

Den ausführlichen Erläuterungsbericht zum Masterplan finden Sie im Ratsinformationssystem unter www.magdeburg.de als Information I0185/11.

 

 



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