05. August 2011.
Bauinteressierte können sich ab September einen Überblick verschaffen über die innerstädtischen Flächenpotentiale der Stadt Kassel, kündigte jetzt Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel in seiner Funktion als kommissarischer Baudezernent im städtischen Pressedienst an.
Zunächst würden die möglichen Bauflächen der beiden Stadtteile Harleshausen und Jungfernkopf im Internet unter der Adresse www.stadt-kassel.de veröffentlicht. Die beiden Stadtteile bildeten den Anfang des Projekts „Baulandkataster. Bei entsprechender Nachfrage werde die Stadt auch weitere Stadtteile in das Baulandkataster aufnehmen. Ziel sei, dass dann alle potentiellen Bauflächen des Stadtgebiets aktuell erfasst und sichtbar gemacht würden, führte Dr. Barthel aus.
Im Kataster sind alle Grundstücke aufgezeigt, die genügend Fläche für einen Neubau aufweisen und die rechtlichen Bedingungen für eine weitere Bebauung erfüllen. Zudem unterscheidet das Kataster zwischen sofort und zukünftig bebaubaren Flächen. Nicht enthalten sind hingegen Informationen über die Eigentümer der Bauflächen. Dazu erteilt das Hessische Amt für Bodenmanagement und Geoinformation Auskünfte. Lediglich Flächen im städtischen Besitz sind als solche gekennzeichnet.
Bereits in den 1980er Jahren wurde in Kassel ein Baulandkataster angefertigt, das seither aber nicht mehr aktualisiert wurde. Die Neuauflage des Katasters soll dazu beitragen, die Baumöglichkeiten innerhalb des besiedelten Stadtgebiets zu fördern. Mit dem neuen Angebot komme man einem Auftrag der Stadtverordnetenversammlung nach, so Dr. Barthel.
Grundstückseigentümer haben die Möglichkeit, gegen die Veröffentlichung ihrer Grundstücke im Baulandkataster Widerspruch einzulegen. Weitere Informationen gibt es im Amt für Stadtplanung und Bauaufsicht in der Abteilung Stadtplanung unter Tel. 0561 7877056. Ferner können Eigentümer in Raum K 832 des Rathauses, Obere Königsstraße 8, schriftlich oder mündlich einer Veröffentlichung widersprechen.
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