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| Pressemitteilung vom 18. August 2011 |
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Selbert: „Hervorragendes Betriebsergebnis ermöglicht die Senkung der Abfallgebühren“ Kreis Kassel. „Wir haben ein hervorragendes Jahresergebnis 2010 erzielt und können daher für die Bürger die Abfallgebühren senken“, teilt Vizelandrätin Susanne Selbert mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung des Eigenbetriebs Abfallentsorgung im Kreis Kassel mit. Noch sei die Kalkulation für niedrigere Abfallgebühren nicht abgeschlossen – aber „eine Verringerung um 5 Prozent ist auf jeden Fall möglich“, so Selbert weiter. Für die im Landkreis am weitesten verbreitete 80-Liter-Restabfalltonne verringere sich die Gebühr so mindestens um 84 Cent pro Monat und 10 Euro im Jahr. Selbert: „Wir würden dann bei einer Gebühr von 190,40 Euro im Jahr liegen, die den kompletten Service für die Bürgerinnen und Bürger umfasst – das ist nicht nur hessenweit ein Spitzenplatz bei den niedrigen Müllgebühren“. In den Abfallgebühren im Landkreis Kassel ist die Verwertung des Bioabfalls, des Altpapiers, des Sperrmülls, der Sonderabfälle und der Elektrogeräte integriert. Zu verdanken sei die Gebührensenkung dem günstigen Behandlungs- und Verwertungspreis der Restabfälle, sowie den Erlösen im Bereich Altpapier. Auch die konsequente Konsolidierungspolitik des Eigenbetriebs trägt dazu bei. „2008 haben wir als Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung, die zusammen mit dem Landkreis Fulda durchgeführt wurde, ein deutschlandweit beachtetes sehr gutes Ergebnis erzielt“, berichtet Selbert. Der reine Entsorgungspreis (netto, ohne Transportkosten) beträgt seit 1. Juni 2009 für den Landkreis 62,40 Euro pro Tonne Restabfall. Selbert: „Das ist auch heute noch ein Toppreis“. Dieser Preis gelte bis zum Ende des Jahres 2019 – der Eigenbetrieb habe damit Planungssicherheit. Die rund 38.000 Tonnen jährlich anfallenden Restabfall des Landkreises Kassel werden in der mechanischen Abfallaufbereitungsanlage in Weidenhausen (Werra-Meißner-Kreis) durch die Umweltdienste Bohn GmbH (Alsfeld) aufbereitet und anschließend im Heizkraftwerk der ebenso zur Unternehmensgruppe Bohn gehörenden B+T Energie GmbH in der Papierfabrik in Witzenhausen thermisch verwertet. Dieser günstige Verwertungspreis brachte 2010 eine Einsparung von rund 850.000 Euro gegenüber 2009. Auch bei den Papiererlösen profitiert der Eigenbetrieb Abfallentsorgung Kreis Kassel vom Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung. „Für die Verwertung von Papier, Pappen und Kartonagen aus den kommunalen Sammlungen ist seit Beginn 2010 die Firma Brand Wertstoffzentrum Nordhessen in Lohfelden zuständig – wir haben allein im letzten Jahr eine Mehreinnahme von 1,9 Millionen Euro erzielt“, berichtet Uwe Pietsch, Leiter des Eigenbetriebs Abfallentsorgung Kreis Kassel. Der Jahresgewinn des Eigenbetriebs belief sich im Jahr 2010 auf knapp 3,8 Millionen Euro. Durch die Konsolidierungsmaßnahmen des Eigenbetriebs sei es gelungen, die Müllgebühren seit 2005 auf niedrigem Niveau stabil zu halten. „Dabei sind in den letzten sechs Jahren unsere Betriebskosten zum Beispiel bei Diesel für die Abfuhrfahrzeuge ständig gestiegen“, so Pietsch weiter. Trotzdem sei es möglich gewesen, eine Reihe von Verbesserungen für die Kreisbürger umzusetzen. „Zusätzliche Altpapiertonnen wurden billiger, für Gewerbetreibende wurde das Altpapier günstiger, Papier und Metallschrott wird im Entsorgungszentrum Kirschenplantage in Hofgeismar kostenfrei angenommen und vieles mehr“, zählt der Betriebsleiter auf. Positiv habe sich auch der Kauf der Kompostanlagen in Lohfelden-Vollmarshausen und Fuldatal-Rothwesten ausgewirkt. Allein diese Investition mache sich mit einem Einsparpotenzial von rund einer Million pro Jahr im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs bemerkbar. „Wir werden auch in Zukunft unsere vorausschauende Abfallpolitik und verlässliche Finanzplanung fortsetzen“, kündigt Vizelandrätin Selbert an. Dabei komme es nicht auf populistische Forderungen, sondern auf eine Betriebsführung „mit Augenmaß“ an. „Nur so können wir günstige Abfallgebühren für die Bürger sicherstellen und eine umweltgerechte Verwertung der Abfälle erreichen“, ist sich Selbert abschließend sicher. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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LANDKREIS KASSEL
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