22. August 2011. Das Land Hessen und die Stadt Kassel werden in einem gemeinsamen, umfassenden Bauvorhaben die Tulpen- und die Rasenallee zwischen dem Ende der Wilhelmshöher Allee und Kassel-Harleshausen sanieren und in großen Teilen neu gestalten.
Am Beginn steht eine Baumaßnahme der hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung zur Sanierung des nördlichen Teils dieses Straßenzuges: Am Montag, 29. August, beginnt der erste Bauabschnitt zur Sanierung der Tulpen- und Rasenallee in Kassel-Bad Wilhelmshöhe und Kassel-Harleshausen. Die Tulpenallee wird oberhalb des Schlosses Wilhelmshöhe bis zum Ortseingang von Harleshausen instandgesetzt. Parallel dazu wird die Rasenallee vom Ortsausgang Harleshausen bis zur Kreuzung mit der Bundesstraße 251, Wolfhager Straße, saniert.
Für diese Arbeiten muss die Landesstraße 3217 in beiden Bauabschnitten bis Ende Oktober 2011 voll gesperrt werden, weil eine einseitige Verkehrsführung aus technischen Gründen nicht realisierbar ist.
Die ausgeschilderte Umleitungsstrecke führt aus Richtung Ahnatal über die B 251, Wolfhager Straße, weiter über die L 3240, Harleshäuser Straße und Loßbergstraße, über die K4, Heßbergstraße auf die K 32, Wilhelmshöher Allee. Die Zufahrt nach Harleshausen erfolgt von der Harleshäuser Straße über die Ahnatalstraße, so dass der innerörtliche- bzw. Anliegerverkehr in Harleshausen und in Bad Wilhelmshöhe aufrecht erhalten bleibt. Lediglich die Montessorischule ist in dieser Zeit nur von der Ahnatalstraße aus anfahrbar. Alle Ziele im Bergpark sind über die Wilhelmshöher Allee erreichbar.
Die Bauarbeiten werden notwendig, weil sich die Fahrbahn der Landesstraße 3217 in einem sehr schlechten Zustand befindet und eine grundhafte Erneuerung mit entsprechend langer Bauzeit notwendig geworden ist.
Darüber hinaus stehen die Instandsetzungsarbeiten im engen Zusammenhang mit der Umgestaltung der Tulpenallee im Rahmen der "Neuordnung der Museumslandschaft Kassel". Die Straße führt zu einem erheblichen Teil mitten durch den Bergpark Wilhelmshöhe. Da der Bergpark eine wertvolle historische Gartenanlage ist, soll die Störung, die diese Durchgangsstraße darstellt, optisch etwas zurückgenommen werden. Aus diesem Grund wird die Fahrbahndecke in ihrer farblichen Gestaltung an die übrigen Wege im Park angepasst und damit zur vollbefahrbaren „Parkstraße“.
Die Baukosten für den gesamten ersten Bauabschnitt in Höhe von 1,4 Millionen Euro trägt das Land Hessen.
Im Frühjahr 2012 soll der anschließende Straßenabschnitt vom Marstallplateau über das Besucherzentrum im ehemaligen Stationsgebäude der Linie 1 bis zur Wilhelmshöher Allee folgen. Nach den Plänen des Büros der Landschaftsarchitekten WES & Partner (Hamburg), das den freiraumplanerischen Wettbewerb 2009 gewonnen hatte, werden zunächst Fahrbahn und Gehwege umgestaltet. Damit wird die gestalterische Integration der Straße in das Parkumfeld fortgeführt.
Nach Abschluss der documenta 13 werden in weiteren Bauabschnitten die Platzgestaltungen am Besucherzentrum (ehemaliges Stationsgebäude) und am Schlosshotel folgen. Sie werden in Anlehnung an historische Gestaltungszitate für mehr Aufenthaltsqualität sorgen.
Die einzelnen Maßnahmen wurden zwischen den Beteiligten entsprechend den jeweiligen Verantwortlichkeiten abgestimmt: Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Kassel übernimmt den nördlichen Abschnitt des Straßenzugs und die Stadt Kassel den stadteinwärts liegenden Teilabschnitt der Straße. Die entlang der Straße liegenden Flächen und die Übergangsbereiche zwischen Schlosshotel und Ballhaus sowie am historischen Stationsgebäude sind im Verantwortungsbereich der MHK und werden durch das Hessische Baumanagement betreut.
Die Baukosten für die Umgestaltung teilen sich Land und Stadt entsprechend ihren Zuständigkeiten. Dabei wird der städtische Anteil in Höhe von rund einer Million Euro aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.
Mit diesem Gemeinschaftsprojekt verbinden die Verantwortlichen die Absicht, ein für die Wahrnehmung der Stadt Kassel und des Bergparks wichtiges Gebiet deutlich aufzuwerten.
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