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Pressemitteilung vom
31. August 2011
Wilhelm-Filchner-Schule erhält Auszeichnung für Präventionsarbeit
Wolfhagen.

Seit 2010 trainiert ein Team aus zwei Lehrern, einem Polizeibeamten und einer Sozialarbeiterin Schüler der Wilhelm-Filchner-Förderschule in Wolfhagen in Gewaltprävention. „Ziel des Projektes ist es, dass die Kinder nicht selbst Opfer von Gewalt werden“, informiert Vizelandrätin Susanne Selbert. Der Landkreis beteilige sich mit der kreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft im Landkreis Kassel (AGiL) an der schulischen Präventionsarbeit. Für die kontinuierliche und erfolgreiche Teilnahme an der Präventionsarbeit erhält die Schule jetzt eine Auszeichnung des Gewaltpräventionsprogramm „Prävention im Team“ (PiT).

PiT ist ein Gewaltpräventionsprojekt der Hessischen Landesregierung, das von Innenministerium und Kultusministerium sowie vom Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit getragen wird. „Wir wollen durch die Kooperation von Schule, Polizei und Jugendhilfe potenzielle Opfer stärken“, erläutert Dirk Friedrichs, PiT-Projektleiter beim Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit. Die Schüler sollen Handlungsoptionen für Gewaltsituationen erhalten, um so präventiv zu wirken.

In jeder an PiT teilnehmenden Schule werde ein Team aus einem Polizeibeamten, einer Mitarbeiterin der Jugendhilfe und aus Lehrkräften besteht, so Friedrichs weiter. Dieses Team kooperiert über einen längeren Zeitraum. „Die Einbindung der kommunalen Jugendhilfe ist eine hessische Spezialität, die es ermöglicht auch wirklich ganzheitliche Herangehensweisen zu entwickeln“, betont der PiT-Projektleiter.

„Vom Landkreis wird dieser Ansatz unterstützt, da Gewaltprävention der beste Weg ist, Gewalt unter Jugendlichen zu verringern“, lenkt Vizelandrätin Selbert den Blick auf die gesellschaftliche Dimension des Projektes. Bei PiT-Hessen gehe es nicht um Gewalt in der Schule, sondern um die Gewalt im öffentlichen Raum. Selbert: „Insofern übernimmt die Schule mit ihrem Engagement im Bereich Gewaltprävention auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“.

„An unserer Schule ist PiT ein fester Bestandteil des Schulprofils und bildet einen inhaltlichen Schwerpunkt“, stellt Schulleiterin Roswitha Bohl-Bleil die Bedeutung der Präventionsarbeit für die Wilhelm-Filchner-Schule heraus. An der Schule führen immer die 7. Klassen über das Schuljahr verteilt Projekttage durch. „Hier lernen die Schüler verschiedene Möglichkeiten, wie man individuell Konfliktsituationen gewaltfrei bewältigen kann“, so Bohl-Bleil weiter. Dieses wiederkehrende Training führe spürbar zu einem veränderten Agieren der Jugendlichen. „Das Programm setzt erfolgreich auf Gewaltlosigkeit und Deeskalation“, bestätigt Projektleiter Friedrichs. Im Mittelpunkt des Trainings stehe der Ansatz „Erfahren statt Belehren“.

Hessenweit sind 88 Schulen mit 104 Teams und 416 Teamern bei PiT aktiv. „Diese Zahlen machen uns Mut und wir hoffen, dass noch mehr Schulen bei PiT mitmachen“, sagt Friedrichs.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:


PiT Wolfhagen 013
Auf den Fotos sieht man die Jugendlichen der 7. Klasse umrahmt vom PiT-Team und den Repräsentanten von Schule und Landkreis. Außerdem ist ein PiT-Schild angehängt.


PiT Wolfhagen 014



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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
Handy: 0173/4663794
E-Mail: pressestelle@landkreiskassel.de
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