Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 08. September 2011
AG berät über barrierefreien Zugang zum Zoo und die Integration behinderter Schüler
55. Sitzung der AG Menschen mit Behinderungen am 15.09.11

Ottostadt Magdeburg.

 

Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt trifft sich am kommenden Donnerstag (15. September) um 13.30 Uhr zu ihrer 55. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt.

 

Die AG wird sich erneut mit  der Zugänglichkeit des  Magdeburger  Zoos für Menschen mit Behinderungen befassen. Insbesondere Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer haben dort Probleme. Vertreter des Zoos werden Fragen beantworten und Hinweise entgegennehmen.

 

Der Fachbereich Schule und Sport der Stadtverwaltung wird nach Beginn des neuen Schuljahres über den Stand der Integration von Schülern mit Behinderungen bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf informieren. Im vergangenen Schuljahr besuchten rund 1.200 Schüler eine von 10 Förderschulen. Das waren etwa 7% aller Schüler. Am gemeinsamen Unterricht an Regelschulen nahmen 275 Schüler mit Förderbedarf teil. Diese Tendenz ist steigend.

 

Der Behindertenbeauftragte Hans-Peter Pischner wird der AG über den Stand der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) berichten. Die Bundesregierung hatte im Juni einen Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der Konvention sowie einen "Staatenbericht" zur Situation in Deutschland verabschiedet. In der Stadtverwaltung ist ein eigener Aktionsplan in Vorbereitung, der noch in diesem Jahr dem Stadtrat vorgelegt werden soll.

 

Hintergrund:

An der kommunalen AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich Mitglieder von Behindertenverbänden und –vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive. Die AG war 1999 als beratendes Gremium und Forum für die Belange behinderter Menschen gegründet worden.

 

In Sachsen-Anhalt leben derzeit ca. 171.300 anerkannte Schwerbehinderte (7,2 % der Bevölkerung). In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2010 rund 17.600 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,6 %), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind bis zu 25.000 Menschen betroffen (11 %).

 

 

Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 10.000 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), über 1.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 332 sind blind, 206 gehörlos und ca. 4.300 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten ca. 2.100 Menschen (Merkzeichen H).

 

Rund 60 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter, während nur 2 % jünger als 18 Jahre sind. 53,3 % der Behinderten sind weiblich.

 

An den beiden Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind rund 900 Betroffene beschäftigt. Fast 900 Menschen mit Behinderungen leben in stationären Einrichtungen (Heime bzw. Wohnstätten an den Werkstätten).

 Etwa 6.000 Magdeburger sind pflegebedürftig, rund 2.600 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt, die übrigen in der Familie oder von ambulanten Pflegediensten.

 

 

 

 

Weitere Informationen:

Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter, Telefon 0391/540 2342

E-Mail: behindert@magdeburg.de

 

Der Behindertenbeauftragte ist im Alten Rathaus, Alter Markt 6, Südflügel Erdgeschoss, Zimmer 043 zu erreichen. Sprechzeit i.d.R. Dienstag 9-12 und 14-17.30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
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