Den Jahrmillionen auf der Spur – per Satellit durch die heimische Erdgeschichte

08. September 2011. Unter dem Titel „Den Jahrmillionen auf der Spur“ kann ab sofort über das städtische Naturkundemuseum für begleitende Schulklassen und Jugendinitiativen, Kindergeburtstage oder Freizeitausflüge ein neues Geocache-Spiel – eine moderne Form der Schnitzeljagd mit Hilfe satellitengestützter GPS-Geräte – gebucht werden. „Eine wunderbare Variante Kindern und Jugendlichen Wissenschaft spielerisch und altersgerecht zu vermitteln“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen am Donnerstag bei der Vorstellung des GPS-Spiels.

Projektleiter Roland Ruhnau, Museumspädagoge im Naturkundemuseum, und Medienpädagoge Thomas Gudella haben die GPS-Rallye für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren rund um den Themenkreis „Heimische Erdgeschichte erfahren und übertragen“ entwickelt. Kooperationspartner sind der Förderverein Kinder- und Jugendnetzwerk Kassel e. V. sowie das Programm Kinderkultur Kassel des städtischen Kulturamtes. Großzügig unterstützt wurden Entwicklung und Umsetzung des Spiels von der Kasseler Bank. Dazu Vorstandsvorsitzender Martin Schmitt: „Sehr gern unterstützen wir die GPS-Ralley des Naturkundemuseums, denn hier wird mit Hilfe modernster Technik unsere spannende Heimatgeschichte zum Erlebnis.“

Und so geht es: Ausgestattet mit GPS-Empfängern und dem speziell ausgearbeiteten Spielplan suchen die Spielteilnehmer in kleinen Teams acht Standorte in Kassel-Wilhelmshöhe auf und treffen dort auf Spuren der heimischen Lebenswelt aus den vergangenen 240 Millionen Jahren. An den einzelnen Stationen des GPS-Spiels gilt es raffiniert getarnte „Schatzbehälter“ zu finden. Diese enthalten je nach Standort Hinweise, Fossilien sowie Karten und geben Einblicke in das, was sich an der jeweiligen Stelle vor Millionen von Jahren zugetragen hat. Stets stehen diese Artefakte beispielhaft in Verbindung mit einer Inszenierung im Naturkundemuseum. „So entsteht für die teilnehmenden Kinder und Jugendliche von den ältesten bis zu den jüngsten Schätzen ein lebendiges Bild der heimischen Erdgeschichte“, erklärte OB Hilgen.

An der Entwicklung der Schatzdosen und Verstecke, die dann wieder Wegweise zum nächsten Standort sind, waren auch Jugendliche aktiv begleitet. Die Koordinaten des neuen Ziels müssen zum Beispiel durch das Lösen von Rätselaufgaben oder kombinatorisches Geschick von der Gruppe ermittelt werden. Im letzten Versteck erwartet die Geocacher dann eine kleine Belohnung.

Start und Zielpunkt in Bad Wilhelmshöhe sind schnell und einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Kosten für die dreistündige begleitete GPS-Rallye betragen 100 Euro. Mehrere GPS-Empfänger, die Spielmaterialien und die Begleitung durch einen Spielleiter sind inklusive. Für Klassen und Jugendinitiativen aus Stadtteilen, deren Teilnehmer sich nur geringfügig an den Spielkosten beteiligen können, fördert die Kasseler Bank zusätzlich die Durchführung von 25 besonders ermäßigten Spieltouren.

Weitere Informationen und Anmeldung im Naturkundemuseum dienstags bis freitags von 10.30 bis 16.30 Uhr unter der Telefonnummer 787 – 4066.

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